Wegen Corona:

Diesel unter 1 Euro und kaum einer tankt: Sprit und Heizöl im MK extrem billig

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Die Preise für Kraftstoffe an heimischen Tankstellen sind aktuell sehr günstig. Für einen Liter Diesel zahlen Kunden – wie hier an der Jet-Tankstelle – in dieser Woche zeitweise sogar weniger als einen Euro.

Sprit und Heizöl sind im Zuge der Corona-Pandemie auch im MK extrem billig. Der Preis für einen Liter Diesel liegt unter einem Euro, doch kaum einer tankt. 

Lüdenscheid - Auch wenn für Autofahrer der Zwischenstopp an der Tankstelle deutlich günstiger ausfällt als noch vor sechs Wochen. Einen Ansturm auf die Zapfsäule gibt es laut Maik Klapperich, Inhaber der Aral-Tankstelle an der Talstraße, dennoch nicht. 

„Wegen der Kurzarbeit merkt man schon, dass im Moment weniger Kunden kommen“, sagt Klapperich. Da hilft es auch nicht, dass die Spritpreise derzeit im Keller sind. Ein Liter Normalbenzin war gestern Mittag bei ihm für 1,08 Euro zu haben, der Diesel lag mit 99 Cent knapp unter der Ein-Euro-Marke. 

„Da wird nach unten auch nicht mehr viel passieren“, meint Klapperich, dessen Mitarbeiter bis vergangene Woche zumindest im Tankstellen-Shop an der Talstraße noch gut zu tun hatten. Mit Beginn der neuen Woche habe sich das jedoch geändert. „Mal gucken, ob das am Monatsende oder an der Maskenpflicht liegt“, fügt Klapperich hinzu.

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Anders sieht es beim günstigen Heizöl aus. Das Telefon auf dem Schreibtisch gönnt Arnt Richter nur selten eine Pause, doch das findet er gut. „Wir haben sehr viel zu tun“, freut sich der Geschäftsführer von Richter Mineralöl. 

Einen Auftragsrückgang in Folge der Corona-Pandemie verspürt sein Unternehmen jedenfalls nicht. Im Gegenteil: Die Nachfrage der Kunden nach Heizöl ist enorm. Kein Wunder, „der Ölpreis kennt in den letzten Monaten eigentlich nur eine Richtung – immer abwärts.“ 

Bei einer Bestellmenge von 3000 Litern Öl zahlt der Kunde bei Richter Mineralöl 47,50 Euro pro 100 Liter. „Die Bodensenke ist aber jetzt langsam erreicht“, prognostiziert Richter. Wer Bedarf habe, sollte nicht mehr allzu lang mit der Bestellung warten. 

Bis seine Kunden ihre Tanks jedoch gefüllt bekommen, wenn sie jetzt bestellen, kann es fünf bis sechs Wochen dauern. „Wenn ein Kunde nicht ganz dringend Öl benötigt, weil seine Tanks leer sind, dann geben wir ihm schon einen Liefertermin im Juni“, sagt Richter. 

Die Anlieferung an sich sei auch in Corona-Zeiten problemlos. „Meine Mitarbeiter habe ich alle mit Schutzmasken ausgestattet, falls sie ein Geschäft oder Arztpraxen beliefern“, erzählt Richter. In der Regel ist es kein Problem, die notwendigen Abstände zu wahren. „Wir weisen die Kunden darauf hin und bitten sie, uns einfach die Kellertür aufzuschließen“, erzählt Richter. Seine Fahrer füllen die Tanks dann selbstständig. „Eine Unterschrift für die Lieferung ist in der Regel auch nicht nötig“, sagt Richter. Der Beleg werde einfach in den Briefkasten geworfen.

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