Wechselnde zentrale Gedenkstätten

Auf dem evangelischen Friedhof an der Dammstraße soll im Wechsel mit dem Ehrenmal an der Parkstraße die zentrale Veranstaltung zum Volkstrauertag stattfinden.

LÜDENSCHEID ▪ In jährlichem Wechsel soll die zentrale Kundgebung zum Volkstrauertag am Ehrenmal an der Parkstraße oder auf dem evangelischen Friedhof an der Dammstraße stattfinden.

Das teilten gestern Dr. Wolfgang Schröder und Wolfgang Veese vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, Ortsverband Lüdenscheid, mit. „Ob dies schon in diesem Jahr so ist, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Es müssen noch Gespräche mit der Friedhofsverwaltung geführt werden“, erklärte Dr. Schröder als Vorsitzender des Verbandes. Nach der Sommerpause sei aber mit der Entscheidung zu rechnen. Allerdings dürfte das kaum Probleme bereiten, denn sowohl Superintendent Klaus Majoress als auch Dechant Johannes Broxtermann haben bereits Zustimmung signalisiert. An dem Charakter des Gedenkens ändere sich nichts, betonte Organisator Wolfgang Veese. Auch Jugendliche sollen wieder mit Beiträgen eingebunden sein.

„Die Friedensgruppe ist ebenfalls einverstanden“, sagte Dr. Schröder. Gerade von ihrer Seite hatte es in der Vergangenheit Kritik an der zentralen Gedenkstätte Ehrenmal mit der Skulptur des „Erwachenden“ gegeben. Die Monumentalität und der Gestus der Skulptur des Bildhauers Wilhelm Meller sowie die Belastung durch die NS-Zeit stießen auf Kritik und warfen die Frage auf, ob dies der richtige Ort sei, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken.

Letztlich gehe es darum, bei dem Gedenken Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft würdevoll miteinander zu verbinden. Das sei immer wieder gelungen und habe dem Geist des Volkstrauertages entsprochen, betonte Dr. Wolfgang Schröder.

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