Wechsel an der Spitze des Wiedenhofs

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Susanne und Bernd Mette (l.) und das Ehepaar Kaja und Arne Schulz (auf der rechten Seite), das jetzt die Leitung der Drogenrehabilitation übernommen hat.

Lüdenscheid - Nach rund 25 Jahren sind Susanne und Bernd Mette aus der Leitung der Drogenrehabilitationsarbeit der Freien Christlichen Jugendgemeinschaft (FCJG) im Haus Wiedenhof ausgeschieden.

Nach seinem Umzug und einer kurzen Auszeit wird das Ehepaar Mette, das bei der FCJG angestellt bleibt, jedoch der Gemeinschaft im Haus Wiedenhof weiterhin zur Verfügung stehen, und zwar vor allem in beratender Funktion. Die Leitung haben jetzt Katja und Arne Schulz übernommen, die bereits 20 Jahre mit dem Vorgängerehepaar eng zusammengearbeitet haben. „Wir können keine besseren Nachfolger finden“, meint deshalb Bernd Mette, zumal Arne Schulz bereits seit einiger Zeit stellvertretender Leiter des Hauses war.

Das neue Leiterpaar steht vor vielen Herausforderungen: Im Zuge des Wechsels stehen Umstrukturierungen in der Mitarbeiterschaft bevor. Unter anderem gilt es, einige Aufgabenfelder neu zu besetzen und einen neuen Küchenchef zu finden. Nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die für die Holzwerkstatt und für die verschiedensten Dienstleistungen verantwortlich waren, müssen zudem neue arbeitstherapeutische Möglichkeiten für die Rehabilitanden erschlossen werden.

Auch am Konzept der Drogentherapie wird sich einiges ändern, weil die Art des Drogenkonsums sich inzwischen gewandelt hat. Inzwischen hat man nämlich nicht mehr mit „klassischen Junkies“ zu tun, weil die Heroinabhängigkeit jetzt mit der Ersatzdroge Methadon behandelt wird. Die Zahl der jungen Leute, die von Haschisch und Amphetaminen abhängig sind, ist jedoch im Steigen begriffen.

Zurzeit werden acht Rehabilitanden, deren Therapie sechs bis 14 Monate dauert, im Haus Wiedenhof betreut. 13 weitere befinden sich in der Nachsorge.

Am Gebäude an der Bahnhofstr. 22 muss noch viel getan werden. Das Dach und die bröckelnde Fassade müssen erneuert werden. Durch die zum Erhalt des Gebäudes notwendigen Arbeiten möchte man auch einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten. Da aufgrund fehlender fachlicher Kompetenz vieles nicht in Eigenarbeit geleistet werden kann, sondern von Fachbetrieben ausgeführt werden muss, rechnet man mit Kosten in Höhe von etwa 100 000 Euro. Die Mitarbeiter der Drogenrehabilitation im Haus Wiedenhof sind allen dankbar, die ihnen helfen, diese Summe aufzubringen. Spenden können auf das Konto Nr. 340976 bei der Sparkasse Lüdenscheid (BLZ 45850005) eingezahlt werden.

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