Große Schäden am Schloss Neuenhof

Wasserschloss im MK überflutet: Elspe-Flut durchbricht Schlossmauer

Wasserschloss Neuenhof Hochwasser
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Große Teile der Anlage sind überflutet und zerstört.

Die Folgen des Unwetters vom Mittwoch schmerzen. Denn die Elspe hat dem Schloss Neuenhof übel mitgespielt. Stundenlang hatten Feuerwehrmänner versucht, die anschwellende Flut am Schlosshof vorbei zu leiten und Sandsäcke gestapelt. Der Sohn des alten Grafen zollt den Einsatzkräften „allerhöchsten Respekt“, wie er sagt.

Lüdenscheid – Schlossherr Gabriel von dem Bussche beweist auch in der größten Not Haltung: „Es ist wirklich alles sehr schlimm. Aber im Vordergrund steht die schreckliche Nachricht, dass zwei Feuerwehrmänner im Einsatz gestorben sind.“

Die Mühe war vergebens. Gabriel von dem Bussche erinnert sich an den entscheidenden Augenblick. „Dann hat sich mit einem Knall alles gelöst.“ Das Wasser strömte über den Hof, staute sich zunächst bis auf eine Höhe von 80 Zentimetern an, drang in die Nebengebäude ein und drückte schließlich auf der linken Seite vor dem Haupteingang des barocken Schlosses die Mauer einfach weg.

Die Flut ergoss sich in den Schlossgraben, der das Gemäuer umgibt und bahnte sich den Weg in die rückwärtige große Parkanlage. „Der Garten war im Nu komplett weg.“ Als das passierte, hatte von dem Bussche seine Familie schon im Haupthaus in Sicherheit gebracht. „Wir waren traumatisiert, wir haben geweint.“ Der Berg von Sorgen ist weiter gewachsen. Durch den Käferbefall seiner Wälder „sind wir eh schon gebeutelt“.

Die Familie ist fassungslos: „Wir haben geweint.“

Der Lüdenscheider Architekt Linus Wortmann hofft, dass die Wassermassen die Nebengebäude auf Neuenhof nicht unterspült haben. Das Ausmaß der Schäden ist noch nicht abzusehen. Der kleine Elsper Bach hat dem 1326 erstmals urkundlich erwähnte Anwesen eine Wunde geschlagen. Der Schlossherr sagt: „Das war die größte Überschwemmung seit 1936.“ Die Sanierung des Baudenkmals wird eine Mammutaufgabe.

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