Hegering ist sicher: Tiere sind in der Region bald fest beheimatet

Waschbären in der Innenstadt entdeckt

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Zwei Waschbären wurden an der Staberger Straße in Lüdenscheid gesehen.

Lüdenscheid - Zwei junge Waschbären hat Ulrike Brinkmann in dieser Woche mitten in der Stadt an der Staberger Straße in Lüdenscheid entdeckt. Ein ungewöhnlicher Anblick.

„Ich wollte zur Garage gehen und dann habe ich die beiden auf der Straße gesehen“, schildert Ulrike Brinkmann. Ihr Partner, der Jäger ist, weiß: Die Tiere vermehren sich exponentiell. Daher entschied sich das Paar, dass sie jemanden darüber informieren sollten, dass sie die Waschbären mitten in der Stadt gesehen haben.

Doch wer ist der richtige Ansprechpartner? Grundsätzlich sei das das Ordnungsamt der Stadt erklärt die Pressestelle des Märkischen Kreis, da die Innenstadt kein Jagdgebiet ist und somit jagdfreie Zone. Das Amt war zunächst überrascht über die Meldung, dass Waschbären in der Stadt gesehen wurden. „Bisher wurde uns so etwas noch nie gemeldet“, sagt Marit Schulte, Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid. So müsse sich das Ordnungsamt zuerst einmal selbst informieren, wie in so einem Fall vorzugehen ist.

Bei Problemen ist die untere Jagdbehörde ansprechbar

Die untere Jagdbehörde beim Märkischen Kreis kann aufklären: Grundsätzlich müsste die Beobachtung eines Waschbären nicht gemeldet werden, da es Wildtiere sind, sagt der Kreis. Wenn es in Einzelfällen zu Problemen komme, sei die untere Jagdbehörde aber der richtige Ansprechpartner, um Betroffene zu beraten.

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Waschbären werden immer häufiger gesehen, wie der Hegering Lüdenscheid bestätigt. „Die Population in Deutschland ist stetig wachsend und dieses Jahr sind es signifikant mehr Tiere geworden, die entdeckt wurden“, erklärt Oliver von Ameln, Hegeringsleiter. Sein Stellvertreter Christoph Geier ergänzt: „In Nordrhein-Westfalen sind im Jagdjahr 2017/2018 17 201 Waschbären erlegt worden und damit 4 300 mehr als im Vorjahr. Die größten Verbreitungsgebiete in Deutschland sind Hessen, Brandenburg und Niedersachsen.“

Waschbären am Dickenberg oder der Versetalsperre

In Lüdenscheid gebe es noch nicht so viele Waschbären. Die Jagdstrecke für die Tiere sei hier im letzten Jahr einstellig gewesen. In der Vergangenheit sind Waschbären am Dickenberg oder an der Versetalsperre gesichtet worden. „Sie leben überall wo Gewässer in der Nähe sind und in waldreichen Gebieten“, erklärt Christoph Geier. „Die Tiere werden immer mehr zum Problem. Sie machen einiges kaputt. Und sie übertragen Krankheiten wie Staupe“, führt der stellvertretende Hegeringleiter weiter aus.

Christoph Geier ist sich sicher, auch hier in der Region wird der Waschbär über kurz oder lang heimisch.

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