Countdown zur Superwahl in Lüdenscheid

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Countdown bis zur Super-Wahl.

Lüdenscheid - Fast 8000 Wahlscheine sind ausgegeben, die Beteiligung liege damit höher als bei der letzten Wahl, sagt Wolfgang Padur, Leiter des Bürgeramtes und operativer Chef der Superwahl am Sonntag.

Mit Prognosen ist Padur vorsichtig. Eine gibt er aber ab. „Der ein oder andere wird warten müssen.“ Es geht in der Regel um fünf Stimmzettel für das Europaparlament, den Landrat, den Kreistag, den Bürgermeister und den Stadtrat.

Bereits bei der Briefwahl im Wahlamt habe sich gezeigt, dass manche Wähler bis zu 20 Minuten mit der Lektüre der Stimmzettel beschäftigt gewesen seien, so die Erfahrung. Das allerdings kann leicht vermieden werden: Musterstimmzettel hängen in jedem Wahllokal aus, so dass man sich die 24 Parteien lange Europawahlliste vorher ansehen kann. Tipp: Lesebrille nicht vergessen!

Wer am Sonntag ins Wahllokal kommt, sollte außerdem die Wahlbenachrichtigung mitnehmen. Wer nur mit dem Personalausweis kommt, erschwert dem Wahlvorstand insofern die Arbeit, weil dann im Wählerverzeichnis gesucht und die entsprechende Wahlberechtigung geprüft werden muss. Diese Benachrichtigung reicht im Allgemeinen als Legitimation, nur bei begründeten Zweifeln werden die Wahlvorstände nach dem Personalausweis fragen. Anders als bei anderen Wahlen wird die Wahlbenachrichtigung auch nicht einbehalten. Sie wird unter Umständen ein weiteres Mal benötigt, falls es zur Stichwahl um das Amt des Landrats oder Bürgermeisters kommt. Die Stichwahl ist bereits für den 15. Juni festgesetzt.

Regulär gewählt wird in den Wahllokalen beziehungsweise 80 Lüdenscheider Stimmbezirken wie immer zwischen 8 und 18 Uhr. Über weitere Uhrzeiten, wann zum Beispiel erste Ergebnisse zu erwarten sind, trifft Padur überhaupt keine Vorhersagen. „Damit haben wir keine Erfahrungen. So eine Wahl hatten wir noch nie.“ Ab 18 Uhr zählen 842 Wahlhelfer die Stimmen aus in der vorgeschriebenen Reihenfolge: Europa, Landrat, Kreistag, Bürgermeister, Rat. Etwa 80 städtische Mitarbeiter werden dann im Hintergrund damit beschäftigt sein, die Ergebnisse zu sammeln und zu übermitteln. Das geschieht über die elektronische Datenverarbeitung, „aber wir können Ergebnisermittlung auch zu Fuß in Papierform“, so Padur. Das Parallelverfahren dient als Absicherung, falls die Datenleitungen kollabieren sollten.

Anlass zur Aufgeregtheit besteht aus Padurs Sicht aber nicht. Insgesamt zehn Schulungen wurden im Vorfeld des Wahltags absolviert, das Auszählverfahren selbst sei nicht kompliziert. Die Empfehlung an die Wahlvorstände gelte wie immer: Wenn es irgendwo hakt, rechtzeitig Bescheid geben. - flo

 ‘ 2. und 3. Lokalseite

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