Jede Menge Überraschungen

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Schnell noch ein Selfie fürs Internet: Murat Isboga beim "Warten auf das Stadtfest".

Lüdenscheid -  Viele frische Gesichter und eine neue Band auf der Bühne – „Warten auf das Stadtfest“, traditioneller Abend und – so Moderator Karl-Heinz Blasweiler – inzwischen zum elften Mal, bot am Donnerstagabend Überraschendes. Zwischen alten Bekannten tauchten plötzlich junge Talente auf, von denen man ohne Zweifel auch über den Warteabend hinaus noch hören wird.

Zum Beispiel der 17-jährige Jakob Scheidtweiler, der auf der klassischen Gitarre passend zum Wetter „Un Dia de Noviembre“ (Ein Tag im November) bot, eine gekonnte, wenn auch eher getragene Eröffnung des bunten Abends, der die Wartezeit bis zum Stadtfest verkürzen soll.

Zwei Gedichte von Edda Waimann später zeigte das Tuba-Quartett der Städtischen Musikschule, dass die vier jungen Musiker sehr wohl Ahnung von Tuten und Blasen haben. Eröffnung und Umbau-Pausen füllende Musik bot in diesem Jahr eine junge Band, die definitiv auf dem Weg nach oben ist: „Das Kollektiv“ stand permanent auf der Bühne. Anfangs noch ein wenig abwartend mischten sich die vier jungen Musiker zwischen deutschem Rock und Pop immer treffender ins Programm ein, sei es mit einem Tusch oder einem Geburtstagsständchen.

Die im vergangenen Jahr eher aus der Not geborene Verlegung der Veranstaltung in den Bühnensaal bewährte sich auch in diesem Jahr: Mehr Platz für Akteure, Musiker und Gäste und eine große Bühne. Zu den Höhepunkten zählte der Auftritt des Theaterpädagogen, Schauspieler und Kabarettisten Murat Isboga (Theater Halber Apfel). Gute zehn Minuten erzählte er von den Integrationsbemühungen des kleinen Murat zwischen Gymnasium und dem Tus Herscheid in einer Zeit, in der es das Wort Integration noch gar nicht gab. 

Zauberer Timothy schickte den 50-Euro-Schein von Zuschauerin Sandra auf die Reise in eine geheimnisvolle Papiertüte. Und überraschend ernste Töne kamen von Peter Zimmer. Er rezitierte Worte des Hamburgers Bodo Wartke - „Nicht in meinem Namen“. Zünftig kam nach der Pause das Tuba-Quartett im Piratenlook daher und bot den „Fluch der Karibik“ mal anders. Noch so eine muntere Truppe, von der man noch viel hören wird: „Just about Seven“, eine Band mit Ursprung in der Städtischen Musikschule. Quirlig und fröhlich gab's „When the Saints“ und „Hit the Road, Jack“. Insgesamt erwies sich der Abend einmal mehr als absoluter Gewinn.

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