Das war’s: Mein Wochenrückblick

Samstag, 17. Juli: Das Sportamt sorgt sich um zahlreiche Freizeitsportler, weil die Nattenberg-Zufahrt in einem erbärmlichen Zustand ist. Der Bürgermeister fragt beim STL nach, ob man da nicht was machen könne. Und der STL macht. Einfach so. Ruckzuck ist die marode Parkplatz-Fahrbahn asphaltiert. Ohne die Einschaltung von Bedenkenträgern und Bauausschuss-Vorsitzenden. Bürgernah und unkompliziert. Wo ist die versteckte Kamera? Von Willy Finke

Sonntag, 18. Juli: Endlich gibt’s in Lüdenscheid wieder Montags-Demos gegen den „Sozialkahlschlag“. Alle Volksparteien sind dabei. Na ja, fast alle. Jedenfalls schon mal die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands. Dann steht der Rettung der Welt ja eigentlich nichts mehr im Wege.

Montag, 19. Juli: „Sie werden nicht reich, aber reich an Glücksmomenten.“ Das gibt der Obermeister der Friseur-Innung seinen frischgebackenen Gesellinnen mit auf den Weg. Wenn man bedenkt, wie erbärmlich die Chef-Figaros ihre Leute entlöhnen, könnte man den Satz glatt für ein kleines bisschen zynisch halten. Aber wir glauben ja an das Gute im Friseur.

Dienstag, 20. Juli: Über den Spross einer – mit Verlaub – ein bisschen versoffenen und vermutlich nicht immer ganz frisch riechenden Musikantenfamilie ist zu lesen: „Kelly Osbourne (25) trauert um ihren Zwergspitz-Welpen Woody.“ Ich bin sicher: Woody wusste, was er tat.

Mittwoch, 21. Juli: „Kulturhaus hat jetzt Fluchtpunkte“, heißt es in den LN. Muss ein Anfall von Selbstkritik sein. Abersooo schlecht ist das Programm doch gar nicht.

Donnerstag, 22. Juli: Ach, Museum, jetzt also auch du. „KinderZeit“ nennst du eine deiner Aktionen. Mit ganz großem Z. Was ist es, das kluge Köpfe wie deinen Direktor dazu bringt, sich sprachlich auf das Niveau irgendwelcher Werbe-Schnösel zu begeben? Museum, die PR-Fuzzis müssen sich selbst und heiße Luft verkaufen – was meist auf dasselbe hinausläuft. Das hast du doch wirklich nicht nötig. In diesem Sinne: Prost MahlZeit!

Freitag, 23. Juli: Natürlich, CDU, willst du nicht, dass in Lüdenscheid die Grundsteuer erhöht wird. Stattdessen, forderst du knallhart, müsse jetzt endlich mal so richtig gespart werden. Wunderbar, fürs Sparen bist du ja die ausgewiesene Expertin. Wir erinnern uns an die knallharten Knauser-Jahre, als du mit deinem Bürgermeister Kalli Schmidt noch etwas zu sagen hattest in der Stadt.

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