Das war‘s: Mein Wochenrückblick

Samstag, 26. Mai: Sei nicht so schüchtern, Geschäftsleitung der Märkischen Kliniken! Baue ruhig noch eine Komfortstation! Leiste dir auch weiter teure Honorar-Ärzte, statt Bedingungen zu schaffen, unter denen die fest angestellten Doktoren gern bleiben. Halte erst recht am hoch defizitären Dorfkrankenhaus in Werdohl fest. Und vergiss dich selbst nicht. Lass es dir so richtig gutgehen! Kein Geld? Quatsch! Der Kreis gibt gerne. Wo es für einen 25-Millionen-Euro-Kredit reicht, reicht’s auch für zwei. Dein Aufsichtsrat meckert schon nicht. Der befindet sich offenbar seit Monaten auf Station 1.6 – im Schlaflabor.

Sonntag, 27. Mai: Die Nachbarn des Schießstands Spielwigge beschweren sich über den mit der Ballerei verbunden Lärm. Ja, was denn? Es zielt und trifft der Jägersmann, nur wenn er vorher üben kann! Sollen die Mitglieder des Hegerings etwa komplett auf Intuitives Bogenschießen umsatteln oder Wattebällchen werfen? So ein Keiler hat schließlich ein Recht darauf, sich nicht totlachen zu müssen.

Montag, 28. Mai: Ach, Herscheider! Ihr fühlt euch ganz furchtbar von einem Nackt-Jogger belästigt, der bei euch durch die Botanik läuft. Der Polizei versichert ihr nicht nur, dass der Mann vermutlich Deutscher ist (woran erkennt man das denn bloß?), sondern auch, dass er muskulös, kräftig und komplett rasiert ist. Sogar, dass der Nackedei ein Intim-Piercing trägt, ist euren wahrlich empörten Blicken nicht entgangen. Mal ganz ehrlich, Herscheider: Seid ihr wirklich sicher, dass es „öffentliches Ärgernis“ ist, was der Mann bei euch erregt?

Dienstag, 29. Mai: Spitzenkandidatin Katharina Schwabedissen hat gerade eine krachende Niederlage für die Linkspartei in NRW eingefahren. Jetzt will sie Bundesvorsitzende werden und dort den Rest erledigen. Reicht es heutzutage eigentlich schon, rote Haare zu haben, um bei der Linken Karriere zu machen?

Mittwoch, 30. Mai: Eltern der Staberger Gymnasiasten, ihr seid doch die Allertollsten. In den Straßen rund um den Staberg ladet ihr morgens eure Brut ab und haltet dazu natürlich unverdrossen auch im absoluten Halteverbot. Schließlich zahlt ihr ja Steuern! Regeln gelten eben immer nur für die Anderen. Eltern, ich wünsche euch, dass eure Erziehung zum zivilen Ungehorsam erfolgreich ist. Jede Menge unaufgeräumte Kinderzimmer, ungemachte Hausaufgaben und ungezogene Antworten mögen euren Weg als Papas und Mamas pflastern. Schließlich sollt ihr doch genau die Kinder bekommen, die ihr verdient habt.

Donnerstag, 31. Mai: Die heimischen Bauern sind sauer, weil ihre Wiesen und Weiden immer wieder als Hundeklos missbraucht werden. Kühe vertragen keinen Köter-Kot. Und wir mögen kein Rindfleisch von Fäkalienfressern auf dem Teller. Bauern, greift zur Selbsthilfe! Die Fiffis wissen es ja nicht besser, aber rächt euch endlich auch im Namen zahlreicher Gartenbesitzer. Lauert also den Hundehaltern auf. Wozu habt ihr schließlich Gülle-Eimer?

Freitag, 1. Juni: Gabriele Hoffmann schreibt mir eine E-Mail aus Russland: „Sie können es nicht finden billiger! Steigern Sie Ihren männlichen Laufwerk auf ein Niveau noch nie zuvor für möglich gehalten hätten.“ Danke, Russen-Gabi! Endlich ist Rettung für meinen männlichen Laufwerk in Sicht. Niveau hätte ich übrigens wirklich nie für möglich gehalten, woll!?

Willy Finke

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