Warnung vor falschen Spendensammlern

Lüdenscheid - Hartmut Nossols Aufmerksamkeit ist es zu verdanken, dass am Mittwoch einige Kunden im Nahversorgungszentrum an der Bräuckenstraße nicht Trickbetrügern auf den Leim gegangen sind.

Nossol erzählt im LN-Gespräch, wie ein Mädchen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren und mit südländischem Aussehen ihn mit Gesten darauf aufmerksam machte, sie sei taubstumm und sammle Spenden für eine Gehörlosenschule. Auf einem Klemmbrett hatte sie eine Liste dabei, auf der schon Spendenbeträge eingetragen waren. „Ich habe ihr gleich nicht geglaubt und ihr gesagt, sie könne ruhig sprechen.“ Verärgert habe sie sich abgewendet und den nächsten Kunden bedrängt. „Den habe ich, als er schon sein Portemonnaie gezückt hatte, auch sofort gewarnt.“ Schimpfend und Beleidigungen ausstoßend, habe sich das Mädchen dann gemeinsam mit einer anderen Frau davon gemacht. „Mir ist das letztes Jahr schon einmal passiert. Ich finde es unverschämt, mit dieser Mitleidsmasche Menschen zu betrügen“, sagt Hartmut Nossol, der auch gleich die Polizei anrief.

Polizeisprecher Dietmar Boronowski kennt den Trick. „Das sind professionelle Banden aus der organisierten Kriminalität, die in Wellenbewegungen immer wieder auftauchen. Sie sind auch gern auf Wochenmärkten. Mit dem Klemmbrett und der Liste lenken sie die Leute ab und sind äußerst geschickt darin, in Windeseile zuzugreifen, wenn Leute ihre Geldbörse zücken. Das merken die teilweise gar nicht sofort. In der Nähe wartet dann ein Auto mit Gelsenkirchener Kennzeichen.“ Boronowski rät dazu, in solchen Fällen gleich unter 110 die Polizei zu informieren.

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