Warnstreik: GEW hofft auf rege Beteiligung

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Lüdenscheid - Wenn die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Mitglieder aus dem Regierungsbezirk Arnsberg am Donnerstag zum Warnstreik in Dortmund aufruft, dann sind auch die Lehrer in Lüdenscheid aufgefordert, sich daran zu beteiligen.

Und die Verantwortlichen des heimischen GEW-Ortsverbandes mit ihrem zweiten Vorsitzenden Wolfgang Lüddecke hoffen natürlich, dass viele Kollegen dem Aufruf folgen werden. Schließlich gehe es darum, den Streik in die Öffentlichkeit zu tragen und Probleme aufzuzeigen.

Nach Auskunft des Ortsverbandes gibt es derzeit 40 000 angestellte Lehrkräfte in NRW, wie viele es derzeit in Lüdenscheid sind, wussten die Verantwortlichen nicht zu beziffern. Dennoch sei es möglich, dass heute Unterricht ausfällt. Denn: Die verbeamteten Lehrer seien nicht verpflichtet, im Falle eines Streiks den Vertretungsunterricht für ihre Kollegen zu übernehmen.

Die GEW habe derzeit etwa 900 Mitglieder im Kreis, sowohl aus den Reihen der angestellten als auch der verbeamteten Lehrer. Zum Streik aufgerufen seien aber auch Tarifbeschäftigte, die kein GEW-Mitglied seien. Um möglichst viele Betroffene zu mobilisieren, sei bereits im Vorfeld ausreichend Info-Material an den Schulen verteilt worden.

Die wichtigste Forderung der Gewerkschaften ist die Einführung einer Entgeltordnung für tarifbeschäftigte Lehrkräfte, die es so derzeit noch nicht gebe. Denn, so Lüddecke, es könne nicht sein, dass angestellte Lehrer anders bezahlt werden als ihre verbeamteten Kollegen. Diese verdienen bislang deutlich mehr. Darüber hinaus fordert die GEW eine Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent, mindestens jedoch 175 Euro.

Als Termin für einen zentralen Warnstreik wurde der 12. März festgelegt, die zentrale Kundgebung findet dann in Düsseldorf statt. -  gör/kes

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