„Die jetzt mit uns gehen, das sind alles Kreative“

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Kreative Köpfe, die sich Arbeit und Verpflichtungen teilen: Die x-Malerinnen in ihrem neuen Atelier an der Worthstraße 16.

Lüdenscheid - „Spielräume“ steht an der Klingel, und irgendwie passt das. Das Fabrikgebäude an der Worthstraße 16 ist groß und beherbergt viele kleine Unternehmen, zu denen sich in diesen Tagen ein weiteres kleines Unternehmen hinzu gesellt: Das freie Atelier x-mal.

Bislang an der Kronprinzenstraße zuhause, mussten die x-Malerinnen in diesem Sommer umziehen. Immer mal wieder stand ein solcher Umzug gedanklich im Raum, aber nun soll das Gebäude an der Kronprinzenstraße endgültig anders genutzt werden – Zeit also, zu gehen.

Anfang des Jahres habe man sich nach neuen Räumen umgeschaut und sei an der Worthstraße in einem Fabrikgebäude fündig geworden, so Barbara Hostert-Görlich, die gemeinsam mit Elske Langs das x-mal als Werk Eva Hammoudos seinerzeit weiterführte. Diese hatte bereits im 13. Jahr das freie Atelier geführt.

Der räumliche Luxus der Kronprinzenstraße ist einer angemessenen Größe gewichen, die den Malerinnen vor allem den Druck nimmt, vorrangig die monatliche Miete fürs Atelier erwirtschaften zu müssen. Der erste Anblick allerdings war der eines riesigen Babyparadieses. In den ehemaligen Pekip-Spielräumen waren die Wände in leuchtendem Gelb gehalten, den Boden bedeckte ein rosafarbener Teppich. Einer der ersten Wege führte die Malerinnen also in den Baumarkt, um neutrale weiße Wandfarbe zu erstehen.

Heute ist der rosa Teppich Geschichte, die Wände der drei offenen Räume strahlen weiß. Nach und nach sind bereits Hocker, Pinsel und allerlei andere Utensilien eingezogen in das Fabrikgebäude. „Der eigentliche Umzug ist erst nächsten Samstag“, sagt Barbara Hostert-Görlich. Bis Ende August habe man noch Zeit, die Kronprinzenstraße leer zu räumen: „Vielleicht machen wir noch einen kleinen Flohmarkt.“

Die neue x-mal-Gemeinschaft besteht ab September aus elf Köpfen, die das Atelier gleichermaßen tragen. Dann will sich das Team zusammensetzen und ein neues Konzept in kleinerem Rahmen entwickeln. Neue, andere Veranstaltungen werden durch die Verkleinerung möglich. Ab September wird sich dann auch die anfallende Miete auch auf mehrere Schultern verteilen. Barbara Hostert-Görlich blickt positiv in die Zukunft: „Die jetzt mit uns gehen, das sind alles Kreative.“

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