Waldbrandgefahr steigt immer mehr

Trockenes Laub, noch lichte Baumkronen und dadurch starke Sonneneinstrahlung. Die Waldbrandgefahr steigt.

LÜDENSCHEID ▪ Alle haben das schöne Frühlingswetter nach dem langen Winter herbeigesehnt, und die Aussichten sind prächtig. Dennoch schiebt sich eine dunkle Wolke vor den strahlend blauen Himmel: Mit der anhaltenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wird der sogenannte Waldbrandgefahrenindex ab Karfreitag auf Stufe 4 steigen. Die Gefährdungsstufe signalisiert „hohe Gefahr“ und wird nur noch durch Stufe 5 („sehr hohe Gefahr“) getoppt. Stefan Mösch von der Lüdenscheider Feuerwehr weiß um die Gefährdung, denn natürlich verfolgen die Feuerwehrleute die Warnungen des Wetterdienstes. „Wir werfen im Zusammenhang damit natürlich auch noch einmal ein besonderes Auge auf die Osterfeuer. Ansonsten sind wir natürlich täglich auf mögliche Brände vorbereitet. Die Alarmbereitschaft ist ja immer da.“

Nach Angaben des Ordnungsamtes sind 40 Osterfeuer fürs Wochenende angemeldet, darunter auch private. „Eine genaue Übersicht darüber, wo was stattfindet, ist aber nicht möglich, weil nach wie vor Überprüfungen stattfinden, ob alle bedenkenlos genehmigt werden können“, sagt Stadtpressesprecherin Pina Giordano.

Das geplante Osterfeuer auf dem Hundeplatz in Othlinghausen/Felde fiel dieser Überprüfung bereits zum Opfer und musste abgesagt werden. Dies teilte der Schäferhundeverein OG-Lüdenscheid gestern mit. Man habe keine Genehmigung erhalten, weil der Platz für das Osterfeuer zu nahe am Waldrand liegt. Die Veranstaltung war für Samstag ab 18.30 Uhr geplant gewesen.

Revierförster Marcus Teuber bittet um Verständnis für die sensible Handhabung. „Wir wollen hier nicht die Buhmänner sein. Aber Buchen und Eichen haben noch nicht voll ausgetrieben. Die Sonneneinstrahlung ist daher sehr stark und der Boden ist voll von immer trockner werdendem Laubstreu. Wenn dann Osterfeuer zu nah am Wald entzündet werden, kann Funkenflug schnell zu einem Brand führen.“

Im Wald gilt grundsätzlich vom 1. März bis zum 31. Oktober Rauchverbot. Zudem gelten besondere Verhaltensregeln, die Waldbesucher befolgen sollten:

▪ Kein offenes Feuer im Wald oder Waldnähe anzünden.

▪ Keine brennenden und glimmenden Gegenstände wegwerfen, insbesondere nicht aus dem fahrenden Fahrzeug.

▪ Kraftfahrzeuge nicht über trockenem Gras abstellen. Die heißen Katalysator- oder Auspuffanlagen könnten das Gras leicht entzünden.

▪ Das Grillen ist nur auf ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt.

Kommt es trotz aller Vorsichtmaßnahmen zu einem Waldbrand, muss er unter möglichst genauer Standortangabe unter der Notrufnummer 112 gemeldet werden.

2. LokalseiteÔ

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