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Waldbrand in Lüdenscheid: Anlieger evakuiert - Hinweise auf Brandstiftung

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Von: Jan Schmitz, Bettina Görlitzer, Stefan Herholz

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Großer Waldbrand in Lüdenscheid: Hunderte Feuerwehrleute aus dem Kreis kämpften gegen das Feuer im Volmetal. Die Sperrung der B54 ist aufgehoben.

Update vom 16. August, 11 Uhr: Die Polizei ermittelt nach dem Waldbrand am Volmehang wegen des Verdachts auf Brandstiftung gegen unbekannt. Nach Angaben der Polizei haben sich die Brandsachverständigen inzwischen vor Ort ein Bild gemacht. Dabei entdeckten sie auch die Stelle, an der der Brand entstanden ist. „Das Feuer ist vermutlich unten an der Volmestraße ausgebrochen“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls. Von dort hatten sich die Flammen im Hang ausgebreitet und rund 40.000 Quadratmeter Fläche verkohlt.

StadtLüdenscheid
Fläche86,73 km²
Höhe423 m

Der Polizei liegen auch Hinweise auf einen möglichen Verursacher vor. Denen werde nun nachgegangen, hieß es aus der Pressestelle. Unter anderem hatte ein Zeuge beobachtet, wie aus einem Auto heraus etwas geschnippt wurde - etwa in dem Bereich, in dem später der Brand ausbrach. Womöglich handelte es sich dabei um eine Zigarette.

Die Polizei sucht weitere Zeugen. Sie können sich an die Polizei in Lüdenscheid unter Tel. 02351/90990 wenden.

Waldbrand in Lüdenscheid - Borkenkäfer ist Schuld - Gehöft evakuiert

Update vom 16. August, 9.04 Uhr: Die Flammen, die gegen 16.30 Uhr am Sonntag entdeckt wurden, hatten leichtes Spiel. „Das hat uns der Borkenkäfer beschert“, erklärt Rehnert, der lieber von einem „Bodenfeuer“ sprach als von einem Waldbrand. Auf den abgeholzten und austrockneten Fichtenhainen, in denen das nachgewachsene Grün wie ein Brandbeschleuniger wirkte, breitete sich der Flächenbrand rasend schnell und zeitweise unkontrolliert aus. Als Vorsichtsmaßnahme mussten ein nahe gelegenen Gehöft mit vier Bewohnern evakuiert werden und konnten erst am Sonntag gegen 22.30 Uhr zurück. Kurz darauf war der Brand unter Kontrolle.

Christopher Rehnert, Lüdenscheider Feuerwehr-Chef, mahnt weiterhin zur Vorsicht. Die Waldbrandgefahr bleibe hoch. Waldbesucher sollten nicht rauchen, jeder Funke, jede Glut könne derzeit einen Brand auslösen. „Eigentlich liebe ich die Sonne. Aber ich habe mich selten so auf Regen gefreut wie jetzt“, sagte Rehnert am Montag. Erst für Mittwoch werden Schauer in Lüdenscheid erwartet.

Update vom 16. August, 8.00 Uhr: Für die Autofahrer in Lüdenscheid heißt es nun aufatmen. Die Straßen, die wegen des Waldbrands gesperrt worden waren, sind wieder frei befahrbar.

Update vom 15. August, 21.58 Uhr: Der Waldbrand in Lüdenscheid gilt inzwischen als gelöscht. Eine Brandwache bleibt jedoch noch für die gesamte Nacht vor Ort, um ein Wiederaufflammen des Feuers zu verhindern. Auch die Straßensperren werden noch eine Zeitlang aufrechterhalten. Es ist damit zu rechnen, dass sie in den frühen Morgenstunden abgebaut werden.

Waldbrand in Lüdenscheid - Verkehrschaos nach Sperrung der B54 und Oedenthaler Straße

Update vom 15. August, 15.11 Uhr: In Lüdenscheid herrscht aufgrund der Sperrung der Volmestraße (B54) und der Oedenthaler Straße für den Waldbrand-Einsatz der Feuerwehr ein Verkehrschaos. Wer sonst versuchte, die A45-Umleitung durch Lüdenscheid zu umfahren, steht nun vor Straßensperren und muss wohl oder übel zurück auf die offizielle Bedarfsumleitung. Das Straßennetz kann die Verkehrsmengen nicht mehr fassen.

Rund um Lüdenscheid kommt es zu kilometerlangen Staus auch auf Nebenstrecken wie zum Beispiel der schmalen Straße Klagebach. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Absperrungen zu schützen, unter anderem helfen Kollegen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt Dortmund. Immer wieder - so Polizeisprecher Christof Hüls - versuchten genervte Verkehrsteilnehmer an den Absperrungen vorbeizufahren.

Waldbrand in Lüdenscheid: Verkehrschaos durch B54-Sperrung

Der gesperrte Straßenraum wird von der Feuerwehr benötigt, die über diese Wege die Wasserversorgung sicherstellt. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer die Sperrungen zu akzeptieren und Lüdenscheid weiträumig zu umfahren. Nach jetzigen Stand werden die Sperrung der B54 und der Oedenthaler Straße noch bis zum späten Nachmittag andauern.

Update vom 15. August, 12.13 Uhr: Weil der Waldbrand-Einsatz in Lüdenscheid noch nicht beendet ist, konnten auch die Brandermittler der Polizei die Ermittlungen zur Brandursache noch nicht aufnehmen, wie Polizeisprecherin Wibke Honselmann auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Brandstiftung gilt als wahrscheinlich, konkrete Hinweise gebe es bislang nicht.

Die Polizei muss die Absperrungen sichern.
Die Polizei muss die Absperrungen sichern. © Cornelius Popovici

Allerdings liegt der Polizei eine Zeugenaussage vor, nachdem ein Fahrer oder eine Fahrerin eines Pkw in der Nähe der Brandfläche etwas aus seinem Auto geschnippt haben soll. Bislang wisse man aber nicht einmal, wo der Brand entstanden ist, sagt Honselmann. Erst wenn keine Gefahr eines Wiederaufflammens besteht, würden die Brandermittler mit ihren Ermittlungen beginnen.

Die B54 und die Oedenthaler Straße bleiben gesperrt. Auf den Umleitungsstrecken kommt es zu Staus. Verkehrsteilnehmer wunderten sich über einen Blitzer auf der Straße Klagebach.

Waldbrand in Lüdenscheid: Brandstiftung wahrscheinlich

Update vom 15. August, 11.09 Uhr: Der Waldbrand in Lüdenscheid ist zwar unter Kontrolle, dennoch läuft der Einsatz unvermindert weiter. Um Mitternacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Lüdenscheid von auswärtigen Kräften („überörtliche Hilfe“) abgelöst worden, nach einer kurzen Nacht kämpfen die Lüdenscheider Wehrleute mit Unterstützung von Feuerwehren aus dem gesamten Märkischen Kreis seit 6 Uhr wieder gegen die Bodenfeuer. Noch immer gibt es zahlreiche Glutnester, durch die das Feuer wieder entfacht werden könnte. „Zum Glück ist es derzeit relativ windstill“, sagt Christopher Rehnert, Leiter der Feuerwehr Lüdenscheid.

Nach wie vor ist die Feuerwehr am Montagmorgen mit einem Großaufgebot vor Ort. Wie Rehnert sagte, seien inzwischen rund 40.000 Quadratmeter Waldfläche verbrannt. Rund 500 Einsatzkräfte hätten in den vergangenen Stunden gegen den Brand gekämpft, zwischenzeitlich waren rund 300 Feuerwehrleute zeitgleich im Einsatz. Eine große Herausforderung ist das unwegsame Gelände und die damit verbundene schwierige Wasserversorgung. Daher wurde schon früh mit Löschfahrzeugen ein Pendelverkehr von den Hydranten in der Umgebung (unter anderem an der Heedfelder Landstraße) sowie von der Volme eingerichtet, um immer ausreichend Wasser an der Brandstelle verfügbar zu haben.

Das Feuer wurde von drei Seiten bekämpft. Die brennenden Kalamitätsflächen befinden sich in teils sehr steilem Gelände. „Es gibt Felsvorsprünge und andere gefährliche Stellen, an die man nicht herankommt“, berichtet Rehnert. Für die Einsatzkräfte bestehe hier Absturzgefahr. Anstrengend sei es zudem, im Vollschutz die steilen Hänge hochzuklettern. Das hatte Folgen: Zwei Feuerwehrleute sind am Sonntagabend während der Löscharbeiten kollabiert und mussten ins Krankenhaus gebracht, einer konnte die Klinik inzwischen wieder verlassen., wie es am Montagmorgen hieß.

Mit einer Wasserwand versucht die Feuerwehr, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
Mit einer Wasserwand versucht die Feuerwehr, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. © Cornelius Popovici

Waldbrand in Lüdenscheid: B54 bleibt vorerst gesperrt

Noch in der Nacht hat die Feuerwehr 22 Kreisregner - vergleichbar mit überdimensionierten Rasensprengern - aufgestellt, um mit Hilfe dieser Wasserwand ein Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Dort, wo sich die meisten Glutnester befinden, wird nun eine Schneise in den Hang gezogen und bewässert. Rehnert rechnet damit, dass der Einsatz noch mehrere Stunden andauert. Die Straßen rund um den Waldbrand sind weiterhin und bis auf Weiteres gesperrt.

Update vom 15. August, 6.49 Uhr: Der Waldbrand in Lüdenscheid hat die Feuerwehr die gesamte Nacht über beschäftigt. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle. Beendet ist der Einsatz noch nicht: Einsatzkräfte der Feuerwehr suchen die Gegend nach Glutnestern ab. Die B54 ist aller Voraussicht nach noch bis in den Vormittagsbereich gesperrt.

Update vom 14. August, 22.26 Uhr: Seit gut sechs Stunden bekämpfen Feuerwehrleute aus dem gesamten Märkischen Kreis den Waldbrand oberhalb der B54 in Lüdenscheid. Am späten Sonntagabend konnte noch nicht komplett Entwarnung gegeben werden. Der Einsatz wird sich in der Nacht fortsetzen. Pendler müssen damit rechnen, dass es am Montagmorgen zu Verkehrsbehinderungen kommt, vor allem auf der B54. Dort steht aktuell die mobile Einsatzzentrale der Feuerwehr.

Update von 20.48 Uhr: Nun gibt es erste offizielle Zahlen zum Brandgeschehen. Nach Informationen der Feuerwehr brennen auf Lüdenscheider Stadtgebiet derzeit 35.000 Quadratmeter Wald an einem Hang oberhalb der Bundesstraße B54 zwischen dem Abzweig Oedenthal und Brügge.

Waldbrand in Lüdenscheid: Feuer auf 35.000 Quadratmetern - 200 Kräfte im Einsatz

Um 16.30 Uhr wurde die Hauptwache der Feuerwehr Lüdenscheid alarmiert. Um 16.45 Uhr wurde Stadtalarm ausgerufen. Inzwischen (Stand 20 Uhr) sind 200 Einsatzkräfte aus Lüdenscheid und aus dem Märkischen Kreis im Einsatz. Auch die Polizei und das DRK sind vor Ort.

„Aktuell ist das Feuer noch nicht vollständig unter Kontrolle, wir sind aber auf einem sehr guten Weg“, so Feuerwehrchef Christopher Rehnert. Neben den Löscharbeiten an dem steilen Hang werden nun Schneisen gezogen, um einen Überschlag des Feuers auf die angrenzenden Waldgebiete zu verhindern.

Waldbrand in Lüdenscheid: Feuerwehrleute aus gesamtem MK im Einsatz

Update von 20.21 Uhr: Auf dem Schützenplatz Hohe Steinert in Lüdenscheid wurde der Bereitstellungsraum eingerichtet. Von dort aus werden die Feuerwehrkräfte zum Einsatz geschickt. Nachdem sich neben der Lüdenscheider Feuerwehr auch schon Feuerwehren aus Halver, Menden, Hemer und Neuenrade in Lüdenscheid befinden, ist soeben die Iserlohner Feuerwehr mit rund zehn Fahrzeugen eingetroffen. Auch aus Meinerzhagen und Altena sind inzwischen in Lüdenscheid.

Update von 19 Uhr: Endlich sind genügend Einsatzfahrzeuge mit Wasser am Brandort im Wald eingetroffen. Aus Brügge ist die Drehleiter mit am Einsatzort, außerdem bekommt die Lüdenscheider Feuerwehr weitere Unterstützung aus den Nachbarkommunen. Alarmiert wurden unter anderem die Feuerwehr aus Halver sowie zur Unterstützung bei der Löschwasserversorgung die sogenannte überörtliche Wasserführung aus Menden, Hemer und Neuenrade. Auch die Kreisbrandmeister sind inzwischen in die Einsatzleitung involviert.   

Waldbrand in Lüdenscheid: Verstärkung für Feuerwehr, Hilfe aus der Luft

Der Wind steht derzeit auch günstig, sodass die Flammen nicht auf einen benachbarten, vertrockneten Fichtenhain übergreifen zu drohen. Die Polizei unterstützt die Feuerwehr mit einem Hubschrauber. Die Hummel erkundet das Brandgeschehen aus der Luft. Außerdem wurden Drohnen aus Nachrodt angefordert.

Außerdem hat die Polizei sowohl die Volmestraße zwischen den Einmündungen Oedenthaler Straße und Lösenbacher Landstraße sowie die komplette Oedenthaler Straße gesperrt. Das DRK aus Lüdenscheid und Halver rückt an, um die Einsatzkräfte zu versorgen. 

Erst Anfang der Woche hatte ein großer Waldbrand im Bommecketal in Plettenberg die Feuerwehrleute aus dem Märkischen Kreis in Atem gehalten.

Waldbrand in Lüdenscheid: Stadtalarm ausgelöst, B54 ist gesperrt

[Erstmeldung] Lüdenscheid - Gegen 16.30 Uhr wurde am Sonntag (14. August) in Lüdenscheid erneut ein Waldbrand gemeldet und für die Lüdenscheider Feuerwehr Stadtalarm ausgelöst. Nachdem bereits am Freitagabend in Lüdenscheid ein Waldstück gebrannt hatte, ist nun nach ersten Erkenntnissen ein Waldgebiet in der Nähe der Ortslage Nöllenhammer an der Volmestraße (B54) zwischen Brügge und Schalksmühle in Brand geraten.

Auch die Oedenthaler Straße ist gesperrt.
Auch die Oedenthaler Straße ist gesperrt. © Cornelius Popovici

Vermutlich von der Bundesstraße aus hat sich Feuer auf dem abgeholzten, ehemaligen Fichtenhang in Richtung Oedenthal und Othlinghausen ausgebreitet. Dabei steht der Wind so ungünstig, dass er den Brand den Hang hinauf in Richtung Wald getrieben hat. Dort hat das Feuer bereits auf die Bäume übergegriffen.

Eine Holzhütte, die an dieser Stelle oben am Hang steht, hat die Feuerwehr kontrolliert. Dort ist kein Mensch zu Schaden gekommen.

Im Waldgebiet zwischen der Volmestraße und dem Oedenthal brennt es.
Im Waldgebiet zwischen der Volmestraße und dem Oedenthal brennt es. © Cornelius Popovici

Die Lüdenscheider Feuerwehr greift derzeit das Feuer von allen Seiten an, um den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Auch in Schalksmühle und Halver wurde inzwischen Alarm ausgelöst. Allerdings scheint die Wasserversorgung problematisch, sodass sich die Wehrkräfte an einigen Stellen zurückziehen muss.

Die Versorgung der Einsatzkräfte im Wald mit dem Tankwagen über das Oedenthal funktioniert nicht, weil die Anfahrt zur Einsatzstelle zu steil ist. Stattdessen soll der Nachschub über Othlinghausen organisiert werden. Die Anfahrt ist allerdings hier nicht farblich ausgeschildert.

Im Waldgebiet warten die Einsatzkräfte dringend auf Löschwassernachschub
Im Waldgebiet warten die Einsatzkräfte dringend auf Löschwassernachschub.jpg © Cedric Nougrigat

Zwei Bauern fahren mit ihren Traktoren den Tankfahrzeugen entgegen, damit sie den Einsatzort oben im Waldgebiet finden. Oben im Wald warten derweil die Einsatzkräfte dringend auf Wassernachschub - und müssen sich weiter von den Flammen zurückziehen.

Inzwischen ist zwar ein weiteres Fahrzeug vor Ort eingetroffen. Die Wasserreserven werden aber voraussichtlich trotzdem nicht ausreichen. Ein Hubschrauber ist vor Ort eingetroffen.

Waldbrand in Lüdenscheid: Sperrung auf A45-Umleitung

Die Polizei hat die Bundesstraße B54, die eine wichtige Umleitungsstrecke der A45-Sperrung ist, im Bereich des Feuerwehreinsatzes für den Verkehr voll gesperrt.

Wir berichten weiter.

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