Wahlkampf kontra Autoschau

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Zwischen den Fahrzeugen der Autoschau auf dem Sternplatz sollen auch die Wahlkampfstände der Parteien Platz finden. J

LÜDENSCHEID ▪ Der heraufziehende Wahlkampf nach der Auflösung des NRW-Landtags vor einer Woche kam unerwartet – nicht nur für die Parteien. Jetzt, da sie wieder Plakatwände und Stellplätze für ihre Wahlstände brauchen, tun sich ein ungeahntes Problem auf: Vieles ist schon besetzt.

Das gilt zum Beispiel für den Sternplatz. Hier ist am verkaufsoffenen Sonntag, 6. Mai, die Lüdenscheider Autoschau geplant. Zugleich aber haben fünf bis sechs Parteien das verbriefte Recht, sechs Wochen vor der Wahl ihre Stände aufzubauen. Und die sind, wie etwa die Holzhütte der Grünen, überwiegend so aufwändig konstruiert, dass sie nicht für einen Sonntag mal eben weggeschafft werden könnten – ganz abgesehen davon, dass die Parteien den erhofften Ansturm auf die Innenstadt auch für sich nutzen wollen. Dafür aber brauchen sie den Platz, der Autofirmen zur Präsentation ihrer neuesten Modelle längst versprochen ist. Jetzt steht das Anrecht der Parteien auf eine kostenlose Sondernutzung des Platzes, das sie vermutlich ab dem 2. April geltend machen werden, gegen die auch mit der Stadt vertraglich festgelegten Vereinbarungen der Autoschau-Veranstalter.

„Wir müssen sehen, wie wir das lösen. Wir müssen mit allen Beteiligten sprechen und setzen dabei auf Zugeständnisse aller Seiten“, erklärte dazu gestern auf LN-Anfrage Dieter Rotter, der als Leiter des Fachdienstes Bauservice im Rathaus für diesen Part zuständig ist. Es gebe mehrere geplante Veranstaltungen, die vom Wahlkampf betroffen seien, es seien allerdings kleinere, bei denen sich Lösungen finden ließen.

Laut Rotter ergeht es den Veranwortlichen ähnlich, wenn es um Plakatwände im Stadtgebiet geht. „Gerade die Großwände sind bis zu einem halben Jahr im Voraus vermietet“, bekam Rotter auf Nachfrage zu hören. Auch hier wolle die Verwaltung vermitteln, damit die Bürger vor der Landtagswahl am 13. Mai nicht nur Schokoriegel zu sehen bekommen, sondern auch Kandidaten. - hgm

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