Wahlkampf: Mit Kaffee & Co. auf Stimmenfang

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Wahlkampf an der Basis: Mit Kaffee, Waffeln und Informationen werben die Parteien um jede Stimme.

Lüdenscheid - Sie backen Waffeln im Akkord, kochen literweise Kaffee, verteilen Luftballons und Einkaufs-chips und versuchen, mit den Passanten ins Gespräch zu kommen. Vier Wochen vor der Wahl hat für die Parteien die „heiße Phase“ begonnen – und nicht zuletzt die Mitglieder vor Ort sind es, die die Basisarbeit an den Wahlkampf-Buden leisten. Mit Plakaten, Sonnenschirmen oder bunt bemalten Wagen laden sie rund um den Brunnen am Sternplatz zu einem politischen Spaziergang ein.

„Wir stehen sechs Wochen lang jeden Mittwoch hier und werben in unterschiedlicher Besetzung für die Bundestagswahl“, sagt Bernd Kaiser, Vorsitzender der AG 60plus bei den Sozialdemokraten. Kaffee und Waffeln mit SPD-Schriftzug gibt es ebenso wie kleine Geschenke. Und nebenbei halten die Wahlkämpfer auch Info-Material zu allen relevanten Themen bereit. „Bildung, der Wert der Arbeit sowie Pflege und Rente – das sind die Themen, die die Menschen beschäftigen“, weiß SPD-Bundestagskandidatin Petra Crone, die gestern ebenfalls am „Stand“ zu finden war. „Hier sind Jung und Alt auf den Beinen“, freut sie sich über die Unterstützung ihrer Genossen.

Auch beim Mitbewerber nebenan stehen Waffeleisen und Kaffeemaschine nicht still – auch die Christdemokraten setzen auf Gespräche in lockerer Atmosphäre. Luftballons und Einkaufschips gibt’s gratis dazu. „Die Leute beschäftigt meist das, was aktuell in der Zeitung zu lesen ist, vorrangig aber die Themen rund ums Geld“, weiß CDU-Stadtverbandsvorsitzender Ralf Schwarzkopf. Ziel der christdemokratischen Wahlkämpfer sei es vor allem, die Menschen an die Wahlurne zu bekommen. „Denn viele denken, die Sache ist schon entschieden und gehen gar nicht mehr zur Wahl.“

Während die „Alternative für Deutschland“ an einem kleinen Stand vor allem auf Informationen setzt, läuft auch bei der FDP die Kaffeemaschine. Dazu gibt’s Kekse, Luftballons und Gummibärchen und obendrauf Info-Flyer zu jedem politisch-relevanten Thema. „Viele Bürger informieren sich ganz gezielt und je nach Alter, lassen bisweilen aber auch ihren Frust ab. Aber das gehört ja auch dazu“, wissen Pascal Becker und Renate Klebeck.

Einen harten Konkurrenzkampf zwischen den Parteien gebe es übrigens nicht, kleine, freundliche Sticheleien dürften hingegen schon erlaubt sein. „Beim Waffelteig helfen wir uns allerdings nicht aus – so weit geht die Freundschaft dann doch nicht“, heißt es mit einem Augenzwinkern. - kes

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