Wahl der stellvertretenden Bürgermeister: Ungültige Stimmen in der Urne

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Ungewohnte Kulisse: die konstituierende Sitzung des Lüdenscheiders Rates fand im Theatersaal des Kulturhauses statt.

Lüdenscheid - Vor ungewohnter Kulisse, im Theatersaal des Kulturhauses, konstituierte sich am Abend der neue Rat der Stadt Lüdenscheid.

Während die Mandatsträger nach vorherigen interfraktionellen Verhandlungen die Festlegung der Ausschüsse und deren Größen laut den Beschlussvorschlägen der Verwaltung einstimmig „durchwinkten“, war es bei der Wahl der beiden ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters vorbei mit der parteiübergreifenden Einigkeit. 

Denn nach der Vorlage aus dem Rathaus hatte Ex-Bürgermeister Dieter Dzewas die Abstimmung über die beiden Stellvertreter seines Nachfolgers Sebastian Wagemeyer „en bloc“ geplant. Doch der Wahlgang endete mit einer Überraschung: 

Für Björn Weiß (CDU) als ersten und Dirk Franke (SPD) als zweiten Stellvertreter gab es kein einhelliges Votum. Vier der 43 Ratsvertreter stimmten gegen den Wahlvorschlag, zwei enthielten sich der Stimme. 

Ein zweiter Wahlgang wurde erforderlich, diesmal standen die beiden Kandidaten namentlich einzeln zur Wahl. 

Die Gemeindeordnung NRW verbietet eine vorherige öffentliche Aussprache über die Kandidaten. Vor diesem Hintergrund hatte die zweiköpfige Fraktion der Partei Die Linke bereits am Vormittag eine Stellungnahme zu den Vorschlägen von CDU und SPD verfasst. 

Fraktionssprecher Jupp Filippek: „Wir bedauern sehr, dass zukünftig die Stadt Lüdenscheid nur durch Männer nach außen repräsentiert werden soll.“ Die Gleichstellung von Männern und Frauen sei ein „zentrales Thema langjähriger gesellschaftlicher Auseinandersetzungen“. Politik habe hier „eine wichtige Vorbildfunktion“. 

Im zweiten Wahlgang entfielen am Abend 26 Stimmen auf CDU-Mann Björn Weiß, für den Sozialdemokraten Dirk Franke votierten 15 Ratsmitglieder. In der Urne landeten, wie Bürgermeister Wagemeyer mitteilte, auch zwei ungültige Stimmzettel. Welche der wahlberechtigten Kommunalpolitiker ihr Votum ungültig machten, ließ sich nicht feststellen. 

Die Wahl hatte laut Gemeindeordnung geheim stattgefunden. Björn Weiß und Dirk Franke nahmen die Wahl jeweils an.

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