Wahl zum Stadtrat: Frauen klar in der Unterzahl

Lüdenscheid - Wenn Sie in diesen Tagen Oliver Petrosch von der FDP begegnen – seien Sie besonders nett zu ihm. Und das nicht nur, weil er Kriminalbeamter ist. Oliver Petrosch ist nämlich der „typische“ Kandidat für die Wahl zum Stadtrat am 25. Mai – Jahrgang 1963 und männlich.

Insgesamt 164 Frauen und Männer aus fünf Parteien und einer Wählergeminschaft bewerben sich um die Mandate in den 24 Wahlbezirken. Dazu kommt eine Direktkandidatin. Mit Ausnahme der NPD (lediglich 20 Bewerber) treten alle anderen Parteien in sämtlichen 24 Bezirken an.

Die NPD ist es auch, deren Kandidaten mit 46 Jahren das geringste Durchschnittsalter haben. Es folgen SPD und CDU (jeweils 48 Jahre), die Linke mit 51 Jahren und die FDP mit 54 Jahren. Am ältesten sind im Schnitt die Kandidaten der Grünen (55 Jahre) und der Alternative für Lüdenscheid (57 Jahre).

Jüngste Bewerberin ist Jasmin Julie Müller

Jasmin Julie Müller ist die jüngste Kandidatin.

Jüngste Bewerberin um ein Ratsmandat ist die 18-jährige Schülerin Jasmin Julie Müller von der CDU, die es im Wahlbezirk 10 (Wefelshohl/Höh) unter anderem mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas zu tun hat. Er zählt mit seinen 42 Jahren selbst noch zur eher jüngeren Garde. Auf Jasmin Julie Müller folgen als zweitjüngste Kandidaten der Auszubildende Jean-Luke Thubauville (CDU) und der Student Philipp Siewert (SPD), die beide 20 Jahre alt sind.

Richard Oettinghaus ist der älteste Direktkandidat

Richard Oettinghaus – der Senior der Bewerberriege.

Ältester Direktkandidat ist der 89-jährige Richard Oettinghaus von der AfL, der es im Wahlbezirk 08 (Honsel) unter anderem mit Pfarrer Lothar Hellwig von der SPD zu tun haben wird. In der Seniorenriege folgen Gerhard Ameln von der FDP (Jahrgang 1929) und der Grüne Günter Wachsmuth (Jahrgang 1932).

Auch dem nächsten Rat werden vermutlich deutlich mehr Männer als Frauen angehören. Darauf deutet zumindest die Geschlechterverteilung bei den Direktkandidaten hin. Es werden nämlich 117 Männer und nur 48 Frauen antreten – wobei in den Reservelisten das Verhältnis zumindest bei den großen Parteien ausgeglichener ist.

CDU zeigt sich am frauenfreundlichsten

Noch am frauenfreundlichsten zeigt sich die CDU mit 10 Kandidatinnen und 14 Kandidaten. Es folgen die SPD (9 Frauen, 15 Männer), Grüne und AfL (jeweils 8 Frauen und 16 Männer) sowie die FDP (7 Frauen, 17 Männer). Richtig schlechte Karten haben die Damen bei der NPD (3 Frauen, 17 Männer) und der Linken (2 Frauen, 22 Männer).

Zwei Bezirke ohne Kandidatinnen

 

Gleich zwei Wahlbezirke (02 Nördliche Altstadt/Bahnhof und 08 Honsel) müssen völlig ohne Kandidatinnen auskommen. In acht weiteren Bezirken tritt jeweils eine einzige Frau den Männern gegenüber. Die große Ausnahme bildet der Wahlbezirk 13 (Weststraße/östl. Oeneking). Hier sieht sich der Grüne Eugen Cramer als einziger Mann einer Phalanx von fünf Damen gegenüber.

Erwähnenswert ist schließlich Jutta Hellmann. Die Industriekauffrau des Jahrgangs 1954 ist nicht nur als Initiatorin der „rollenden Kirche“ stadtbekannt. Sie ist auch die einzige Einzelbewerberin für einen Sitz im Stadtrat. Ohne jede Parteibindung tritt sie dabei im Wahlbezirk 04 (Worthhagen/Vogelberg) unter anderem gegen Wilfried Starosta von der CDU und den Grünen Matthias Wagner an. - Von Willy Finke

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