Wahl elektrisiert auch die CDU in Lüdenscheid

Armin Laschet (links) oder Norbert Röttgen (rechts): Wer wird Nachfolger von Jürgen Rüttgers (M.) als Chef der NRW-CDU?

LÜDENSCHEID - Alle rund 500 CDU-Mitglieder in Lüdenscheid sind seit Montag aufgerufen, bei der Wahl ihres künftigen NRW-Landesvorsitzenden mitzubestimmen. Und sie beteiligen sich offenbar rege: Schon 700 Mitglieder hatten nach nur drei Tagen kreisweit ihre Briefwahlstimme abgegeben, berichtete gestern der Lüdenscheider Unions-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf. Darunter dürften auch zahlreiche Lüdenscheider gewesen sein, die entweder hinter dem Namen Armin Laschet oder Norbert Röttgen ihr Kreuzchen gemacht hatten.

Die hohe Beteiligung freut Schwarzkopf, verwundert ihn indes wenig: „Nach dem großen Andrang auch aus der Kreisstadt bei der Kandidaten-Vorstellung auf der Regionalkonferenz vor einem Monat in Iserlohn war das zu erwarten.“ Sollte es aber so fulminant weitergehen wie bisher, dann dürfte die Schlange vor der Wahlurne im Lüdenscheider Konrad-Adenauer-Haus am eigentlichen Wahlsonntag, dem 31. Oktober, relativ kurz bleiben – weil bis zum Tag davor die meisten Christdemokraten ihrem jeweiligen Favoriten schon die Stimme per Post gegeben haben.

Lüdenscheids CDU-Mitglieder dürften sich an diesem Sonntag vorkommen wie bei einer allgemeinen Wahl. Denn am „Tag der CDU“ in Nordrhein-Westfalen wird es im Adenauer-Haus an der Friedrichstraße nicht nur die Urne, sondern auch einen Wahlvorstand geben.

Trotz alledem: Die Christdemokraten landauf landab wählen ihren neuen Landeschef nicht direkt. Sie sprechen offiziell lediglich eine Empfehlung für die Delegierten aus, die auf dem Landesparteitag am 6. November in Bonn die formale Wahl und die „Krönung“ des neuen Vorsitzenden vornehmen. Weil aber vorgesehen ist, dass sich der in der landesweiten Mitglieder-Abstimmung unterlegene Bewerber auf dem Landesparteitag nicht mehr zur Wahl stellt, steht der Sieger bereits am Abend des 31. Oktober fest.

Auf einen Favoriten wollte sich Ralf Schwarzkopf nicht festlegen, der selbst übrigens auch zu den Briefwählern zählt. Nach Ansicht von Beobachtern konnte Laschet in Iserlohn punkten, doch wäre dies nur eines von vielen regionalen Ergebnissen. Armin Laschet wie auch Norbert Röttgen hatten vor ihrem Zweikampf zugesagt, auch ein knappes Votum der CDU-Mitglieder zu akzeptieren.

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