42-jähriger vor dem Landgericht

Mit der Waffe in der Hand: Mann aus dem MK erpresst 90.000 Euro Schutzgeld

Ein 42-jähriger Lüdenscheider muss sich wegen Schutzgelderpressung vor Gericht verantworten. Er soll zudem einen Mann gewürgt und mit einem Schwert bedroht haben (Symbolbild).
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Ein 42-jähriger Lüdenscheider muss sich wegen Schutzgelderpressung vor Gericht verantworten. Er soll zudem einen Mann gewürgt und mit einem Schwert bedroht haben (Symbolbild).

Ein 42-jähriger Lüdenscheider und ein 46-jähriger Mann aus Haan müssen sich wegen Schutzgelderpressung, teilweise in Form der schweren räuberischen Erpressung, vor dem Landgericht Hagen verantworten.

Lüdenscheid – Der 42-jährige Hauptangeklagte aus der Bergstadt soll in den Jahren 2015 bis 2019 von verschiedenen Personen in Lüdenscheid Schutzgeld erpresst oder dies zumindest versucht haben. Insgesamt werden ihm 13 Einzeltaten vorgeworfen, durch die er gut 90.000 Euro erbeutet haben soll.

Insbesondere soll er einen Schmuckhändler vor fünf Jahren mit einer Waffe bedroht und so zum Abschluss eines Vertrages für Sicherheitsdienste gebracht haben, für den der Händler dreieinhalb Jahre lang monatlich 1660 Euro gezahlt habe. 

Vorwurf: Schwere räuberische Erpressung

Zudem soll er im Jahr 2017 einen Mann gewürgt und mit einem Schwert bedroht und so 1000 Euro erpresst haben. Der 46-jährige Mitangeklagte soll bei fünf der Taten als Mittäter aufgetreten sein. Außerdem soll er nach der Festnahme des Hauptangeklagten im Mai 2020 einen Zeugen bedroht und von diesem die „Rücknahme“ seiner Strafanzeige gefordert haben. Hierbei soll auch der Mitangeklagte festgenommen worden sein. 

Dem Hauptangeklagten wird als schwerste Tat eine besonders schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Hierfür sieht das Gesetz in der Regel eine Freiheitsstrafe von fünf bis 15 Jahren vor. Dem Mitangeklagten wird als schwerste Tat eine räuberische Erpressung vorgeworfen, für die das Gesetz in der Regel eine Freiheitsstrafe von einem bis 15 Jahren vorsieht. Der Hauptangeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Der Mitangeklagte befindet sich nach ursprünglicher Inhaftierung unter Auflagen auf freiem Fuß. 

Der Hauptangeklagte soll wegen Urkundenfälschung und räuberischen Diebstahls vorbestraft sein. Der Mitangeklagte soll wegen Körperverletzung, Nötigung, Beleidigung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Waffengesetz vorbestraft sein. Für das Verfahren sind sechs Verhandlungstage bis Anfang November vorgesehen.

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