CDU wählt Weiß einstimmig zum BM-Kandidaten

+
Insgesamt 16 Punkte standen auf der Tagesordnung der Aufstellungsversammlung. Für die CDU-Mitglieder gab es am Samstag eine Menge zu tun. - Fotos: Wieschmann

LÜDENSCHEID - „Es gilt eine starke Truppe zu wählen. Eine Mannschaft, die antritt, um Politik für diese Stadt zu machen“, sagte der CDU-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf am Beginn der Aufstellungsversammlung der Christdemokraten für die Kommunalwahl am 25. Mai. Sie fand am Samstag in der Schützenhalle Loh statt.

Bürgermeisterkandidat Björn Weiß wurde mit 66 gültigen Ja-Stimmen und damit ohne eine einzige Gegenstimme in das Rennen um den Chefposten im Rathaus geschickt. Dafür gab es nach Bekanntgabe des Ergebnisses stehenden Applaus der Parteifreunde. In seiner Antrittsrede schlug der 41-jährige Familienvater bereits die ersten inhaltlichen Pflöcke ein, mit denen die CDU die Mehrheit bei der Kommunalwahl am 25. Mai erringen will. „Mit uns wird es eine Nutzungsgebühr für Sportstätten nicht geben“, machte Björn Weiß klar. Dies sei das falsche Signal. Stattdessen müsse die bestehende Infrastruktur im kulturellen und sportlichen Bereich nicht nur erhalten, sondern verbessert werden.

„Über allem schwebt das Damoklesschwert der finanziellen Notlage. Ich sage Ja zur Sanierung des Haushalts, aber nicht mit einem blinden Aktionismus“, so der Kandidat. Der SPD stellte Björn Weiß ein denkbar schlechtes Zeugnis aus: „Offensichtlich ist der Bürgermeister von seiner eigenen Bilanz nicht überzeugt, da er sie in Reden verschweigt“. Das Programm der CDU stehe stattdessen für mehr Bürgerbeteiligung und die Stärkung des städtischen Zentrums. Dies solle durch die Anbindung der Altstadt erreicht werden. Auch sei die Erhaltung aller kulturellen Einrichtungen an ihren angestammten Plätzen in der Innenstadt vorgesehen.

Doch auch die übrigen Ortsteile sollen nicht abgehängt werden. Daher sei eine gute Anbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und die Sanierung der Straßen das erklärte Ziel der Christdemokraten. Auch in Sachen Bildung gab Björn Weiß ein klares Statement ab: „Die Schulpolitik muss dem Elternwillen entsprechen und darf nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden“. Zu seiner Kandidatur sagte der Bewerber um das Bürgermeisteramt: „Das hat nichts mit Mut zu tun. Ich sehe es als meine demokratische Pflicht an, den Lüdenscheidern eine Alternative zu bieten“. Am Ende seiner Bewerbungsrede rückte Björn Weiß dann noch zwei Wahlkampfziele in den Mittelpunkt: Nur mit der CDU werde es keinen zweiten Radarwagen geben, um die Bürger zu schröpfen, und nur mit der CDU werde nicht über die Köpfe aller Beteiligten hinweg über Schulstandorte entschieden.

Die Begeisterung der Mitglieder nahm der CDU-Vorsitzende Ralf Schwarzkopf im Anschluss gerne auf: „Nach deiner Rede weiß ich: Wir habe am 25. Mai eine große Chance“. Er selbst hatte in seinen Eingangsworten bereits kräftig gegen das Land und die Politik der SPD ausgeteilt. Es könne nicht sein, dass jeder Bürger im Märkischen Kreis vom Land lediglich Zuweisungen in Höhe von 266 Euro pro Kopf überwiesen bekomme und in die Stadt Dortmund stattdessen 860 Euro pro Kopf fließen würden.

Anstatt die Gelder in eine wirtschaftlich starke Region zu investieren, würden „Steuergelder in die schwindsüchtigen Herzkammern der SPD gepumpt“. Die millionenteure Sanierung des Dortmunder U bezeichnete Ralf Schwarzkopf in diesem Zusammenhang als „kulturellen Firlefanz“. Bei der Wahl am 25. Mai gehe es demnach um Europa, den Kreis und unsere Stadt. „Daher haben wir uns viel Zeit genommen, um die geeigneten Bewerber für eine schlagkräftige Truppe zu finden“.

In den 24 Wahlkreisen wird die CDU mit folgenden Kandidaten ins Rennen gehen: Björn Weiß, Peter Arens, Ralf Schwarzkopf, Wilfried Starosta, Jean-Luke Thubauville, Ingrid Fischer, Rüdiger König, Michael Meyer, Björn Schöttler, Jasmin Müller, Norbert Adam, Ursula Meyer, Magdalena Schulte, Susanne Mewes, Gülpasa Erdogan, Sabine Rigas-Gülde, Britta Rogalske, Oliver Fröhling, Elisabeth Siebensohn, Timothy Kahler, René Pickard, Dr. Antje Heider, Michaela Dötsch, Hansjürgen Wakup und als so genannter Huckpack-Kandidat für den Wahlbezirk 24, Daniel Kahler.

Von Jari Wieschmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare