Enervie: Windkraft mit Vogelschutz

Geplante Windkraftanlage an der Versetalsperre, hier mit Blick von der Klamer Brücke. Fotomontage: Enervie

Lüdenscheid - „Wir sind so weit, dass wir den Antrag abgeben können.“ Das war wohl die Kernaussage zum Stand der Windkraft-Planung für den Berghahn nahe der Versetalsperre.

Klaus Leßmann für die Hagner Enervie-Gruppe erläuterte in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt den Sachstand und stellte sich Fragen des Ausschusses, der sich im Vorfeld deutlich gegen die Anlage ausgesprochen hatte. Inzwischen hat sich die Politik offenbar zumindest zum Teil mit dem Projekt abgefunden. In einer sachlichen Debatte zeigte Leßmann Visualisierungen des insgesamt bis in 200 Meter Höhe ragenden Windrads auf der Kuppe östlich von Spielwigge.

Die Vermutung von Jens Voß (SPD), dass der Kranich- und zum Teil Gänsezug über dem Versetal gefährdet sein könnte, wies Leßmann als unbegründet zurück. Die Datenlage über das Zugverhalten der Vögel sei in Deutschland hervorragend. „Da läuft die Meldekette an. Die Anlagen werden abgeschaltet.“

Weitgehend unkommentiert blieben Visualisierungen zum Eingriff in die Landschaft. Für Wanderer an der Klamer Brücke wird sich ein deutlich verändertes Bild beim Blick nach Norden ergeben, für Bewohner des Bierbaums beim Blick nach Süden in klarer Bruch des Horizonts. Bilder vom Stilleking aus könne er nachreichen, sicherte Leßmann auf Anfrage von Dr. Antje Heider (CDU) zu.

Mit dem Standort neben der höchsten Stelle des Berghahns geht Enervie davon aus, auch in ausreichender Entfernung vom nächsten Horst des Schwarzstorchs entfernt zu sein. Und auch für die Fledermäuse ist Hilfe in Sicht durch spezielle Abschaltszenarien zu ihren Flugzeiten. - flo

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