Vorschulkinder auf Instrumentensafari in der Musikschule Lüdenscheid

Wie viel Atem man braucht, um die Posaune zu spielen, merkten die Vorschulkinder des Familienzentrums St. Joseph Ramsberg schnell. - Fotos: Rudewig

LÜDENSCHEID - „Ich kann nicht mehr!“ Schnaufend gibt die kleine Posaunenspielerin das Instrument an die große Posaunenspielerin ab. Cathy Strehmel ist an diesem Morgen in die Musikschule an der Altenaer Straße gekommen, um „auszuhelfen“, wie Musikschulpädagogin Marion Fritzsche sagt.

Strehmel als mittlerweile stadtbekannte Posaunenspielerin stellt ihr Instrument einem Auditorium vor, das körperlich deutlich kleiner ist als die Posaune selbst. Kinder des Familienzentrums St. Joseph Ramsberg sind zu Gast in der Musikschule. Gekommen ist die Gruppe der Vorschulkinder, die nächste Woche aus dem Familienzentrum entlassen werden und nach den Sommerferien die Schule besuchen werden. „Wir hoffen natürlich, dass die Kinder wieder zu uns kommen“, sagt Marion Fritzsche, die mit ihren Kollegen seit mehr als zwei Jahren das Musikunterrichtsprojekt im Familienzentrum betreut. Zweimal in der Woche sind die Musikschullehrer dort zu Gast und machen mit den Jungen und Mädchen Musik.

Während die Juni-Sonne heiß durch die großen Fensterscheiben scheint, bestaunen die Vorschulkinder die kleinen Geigen. „Das sind Kindergeigen“, so Monika Schulte-Huermann. Sie stimmt ein Lied an, das die Kinder kennen, die Nachwuchsgeiger zupfen (noch) unbeholfen, aber ohne Scheu an den Saiten der kleinen Instrumente.

Kaum Berührungsängste

Nebenan ist’s lauter: Guido Pieper macht die muntere Truppe bekannt mit dem Schlagwerk. Die Jungs trauen sich, die Mädchen bleiben noch etwas zurückhaltend.

In kleinen Gruppen werden die Kinder an die verschiedenen Instrumente herangeführt. Fragen wie „Braucht man wirklich so viel Luft, um ein Blechblasinstrument zum Klingen zu bringen?“ klären sich in der Praxis. Und die Lippen kribbeln anschließend. Berührungsängste haben die wenigsten bei dieser kleinen Instrumentensafari.

Einen Raum weiter hocken die Kinder gemeinsam mit Andrea Ertz auf dem Boden. Die Musikschullehrerin hat einen Karton mitgebracht. Blockflöten – jedes der Kinder kennt sie. Aber wie man beispielsweise aus einer Querflöte Töne herausbringt, wissen die wenigsten.

Deutlich wird, mit welcher Neugier die Kinder an verschiedene Instrumente herangehen, die in diesem Umfang nur in der Musikschule vorhanden sind. Wieder einen Raum weiter zeigt Katja Fernholz-Bernecker, dass es auch Gitarren in der Größe ihrer kleinen Besucher gibt, bevor Marion Fritzsche mit ihrem Akkordeon den Schlussakkord unter einen ereignisreichen Vormittag setzt. - rudi

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