SPD hält der CDU Ideenklau vor

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Die Parkpalette Turmstraße ist anerkannt hässlich, bietet aber wichtige Parkplätze für die Innen- und Oberstadt.

Lüdenscheid - „Es ist nicht die Idee der CDU und sie ist auch nicht neu.“ In der SPD-Fraktion herrscht Ärger über den Vorstoß der CDU vom Ende der vergangenen Woche, die Parkpalette an der Turmstraße zu überbauen, um Raum für den Betrieb der Volkshochschule zu schaffen.

Wenn es ein geistiges Urheberrecht dafür gebe, gebühre das dem früheren Vorsitzenden des Planungsausschusses, Jochen Brüßler, frozzelt SPD-Fraktionschef Jens Voß. Der habe den Vorschlag bereits in den 90er-Jahren gemacht.

Und wieder aufgenommen worden sei die Idee im Rahmen der Planungen für das Integrierte Handlungskonzept Altstadt, wie sich auch der SPD-Planungspolitiker Jan Eggermann erinnert. Bereits beim Altstadt-Spaziergang von Fraktionen und Verwaltung wurde der Neubau angedacht.

„Ich finde es sehr sehr schade, dass sich die CDU das jetzt auf die Fahnen schreibt, weil wir uns auch auf Stillschweigen verständigt hatten“, so Eggermann. Die Schaffung der Flächen für die VHS sei schließlich nur ein Baustein von vielen innerhalb des Altstadtkonzepts, an dem im Rathaus intensiv gearbeitet werde. Denn für das Wohn-, Bildungs- und Kulturkonzept stehen unter Umständen erhebliche Fördermittel in Aussicht, und die entsprechenden Anträge müssen bis Ende August abgegeben sein.

„Natürlich ist die Idee nicht neu“, heißt es im Fachdienst für Stadtplanung. „Aber wir sind Anregungen und Skizzen gegenüber nicht abgeneigt“, so dessen Leiter, Lars Bursian. Aus städtischer Sicht gehe es beim weiteren Vorgehen darum, die Kosten dem gültigen Haushaltssicherungskonzept gegenüberzustellen.

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Vision für die Parkpalette

Das hatte im Ausschuss für Stadtplanung auch der zuständige Fachbereichsleiter Martin Bärwolf deutlich gemacht. Bei allen Neuplanungen für Musikschule und VHS gelte als Referenz die mögliche Einsparung, die beim Umzug in das Gebäude der Albert-Schweitzer-Hauptschule zu erzielen gewesen wäre. Rund 400.000 Euro weniger will die Stadt jährlich ausgeben, wenn sie fremdangemietete Flächen aufgibt. - flo

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