Vorschlag aus Arnsberg:

Dieses Naturidyll im MK soll Gewerbegebiet werden

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Symbolbild

Lüdenscheid - Nach wie vor gibt es in der Kreisstadt einen Mangel an Flächen für Industrie- und Gewerbebetriebe. Im Regierungspräsidium Arnsberg gehen die Fachleute für Lüdenscheid von einem derzeitigen Bedarf von 118 Hektar aus – und wollen Vorschläge machen, welche noch ungenutzten Areale erschlossen werden können.

Einer der Vorschläge bezieht sich auf Grundstücke im Brenscheider Tal. Doch damit stoßen die Regionalplaner im städtischen Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt schon auf Widerstand. 

Neue rechtliche Grundlagen und veränderte inhaltliche Anforderungen, etwa in puncto Klimaschutz oder Bevölkerungsentwicklung, machen nach Auskunft aus dem Rathaus die Neuaufstellung des Regionalplans notwendig. Der soll in der zweiten Jahreshälfte verabschiedet werden und wird Einfluss sowohl auf den Flächennutzungs- als auch auf den Bebauungsplan haben. 

Ein Defizit von 118 Hektar, das auszugleichen ist nach Worten des Planungschefs der Stadt, Martin Bärwolf, „unvorstellbar“. Andererseits habe es keinen Sinn, jeglichen Flächenverbrauch abzulehnen, wenn Betriebe dringend Grundstücke suchen und schließlich ihr Heil in anderen Städten suchen. 

Während CDU-Ratsfrau Dr. Antje Heider sich im Ausschuss entschieden gegen die Ansiedlung von Gewerbe oder Industrie im Brenscheider Tal ausspricht („Absolut indiskutabel!“), plädiert SPD-Vertreter Harald Metzger, selbst Mitglied des Regionalrates, für eine offene Diskussion. 

Ein „Schnellschuss gegen die Vorschläge aus Arnsberg“ sei nicht ratsam. „Man kann nicht in Sonntagsreden ständig den Flächenmangel bejammern und die Verantwortung dann auf die Nachbarkommunen abschieben.“ 

Zunächst, fordert Harald Metzger, sollten die Vorschläge in Ruhe diskutiert werden.

In einer ersten Version hatten wir als Artikelbild irrtümlicherweise eine  Skizze veröffentlicht, die zu einem Bebauungsplan der Stadt Halver am Herpiner Weg gehört. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.  

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