Fachleute pflanzen zehn Meter hohes Baumschulgewächs

Vorgänger gingen alle ein: Nächste Baumpflanzung im Rosengarten

Fachleute bepflanzen die Rosengarten-Bühne mit einer neuen Ungarischen Eiche.
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Einen rund zwanzig Jahre alten Baum an einen neuen Standort zu verpflanzen, ist ein aufwendiges Unterfangen. Erst wurden die Reste der vor gut einem Jahr gepflanzten – und durch Schädlinge eingegangenen – Ungarischen Eiche entfernt. Dann wurde die neue eingesetzt.

Es ist der nächste Versuch, einen Baum im Rosengarten anzusiedeln, der eines Tages für Schatten und Atmosphäre sorgen soll. Wieder ist es eine Ungarische Eiche.

Lüdenscheid - Neuer Auftritt auf der Rosengarten-Bühne: Hauptdarsteller ist wieder einmal eine Ungarische Eiche. Das rund zehn Meter hohe Baumschulgewächs steht seit Montag an Ort und Stelle. Damit läuft der nächste Versuch, an diesem Platz einen Baum anzusiedeln, der irgendwann wirken, vor Sonne schützen, Atmosphäre schaffen soll.

Björn Brauner und sein Mitarbeiter Lennard Kingreen von der hiesigen Firma Christian Brauner Baumdienste hatten alle Hände voll zu tun, um den kläglichen alten Stammrest zunächst zu entfernen und den zart ausschlagenden neuen Hoffnungsträger mit Hilfe eines Fahrzeugkrans ins Pflanzloch zu hieven. Es ist wieder eine Ungarische Eiche, die etwa 20 Jahre alt sei, schätzt Brauner. Und die hoffentlich nicht, wie ihre Vorgängerin, vom Eichensplintkäfer befallen ist.

Ungarische Eichen gelten als relativ resistent gegen Trockenheit

Ungarische Eichen gelten als relativ resistent gegen Trockenheit und sollen wärmere Phasen besser vertragen können. Damit gelten sie als besser angepasst an die sich wandelnden klimatischen Bedingungen.

Die erste ihrer Art, die vor einem Jahr gepflanzt worden war, ersetzte eine Rosskastanie. Die wiederum war 2014 ein- und 2015 schon wieder ausgegraben worden. Begründung damals für das Absterben: Staunässe. Im Zuge der Baumpflanzung war 2014 das witterungsanfällige Holzdeck durch eine Granitpflaster-Fläche ersetzt worden.

Dass an der Stelle überhaupt ein Baum stehen soll, hängt mit dem prägenden alten Ahorn zusammen, der ebendort schon vor der Umgestaltung des Rosengartens 2002 stand. Die drastische Veränderung seiner Umgebung vertrug das alte Gewächs womöglich nicht. Jedenfalls zeigte der nun unter einem Holzdeck wurzelnde Baum schon im Jahr darauf erste Trockenschäden, die sich in der Folge verschlimmerten. 2012 schließlich war er bereits mehrfach behandelt, durch Seile gesichert, zeigte Ermüdungsbrüche und schließlich Pilzbefall. 2013 musste der einst mächtige Ahorn gefällt werden. Und weil die Stadt für Fällungen stets Nachpflanzungen vorsieht, begann mit der Rosskastanie ein mittlerweile jahrelanges Pflanzkarussell.

Schaulustige verfolgen stundenlange Arbeit im Rosengarten

Am Montag jedenfalls begleiteten den neuen Baum viele gute Wünsche einiger Schaulustiger, die die stundenlange Arbeit im Rosengarten zeitweise verfolgten. Zunächst war der Ausbau des Gitters erforderlich, damit der seit Monaten bereits abgesägte Stammrest entfernt werden konnte. Bevor der neue Baum ins Pflanzloch herabgesenkt werden konnte, mussten die beiden Fachleute noch den Transportsack um den Ballen aufwendig entfernen. Nun soll die neue Eiche regelmäßig gegossen werden und sich an ihren Standort gewöhnen. Ob’s klappt? „Das“, sagt Björn Brauner, „sehen wir im kommenden Jahr.“

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