„Vorfahrt“ soll Stern-Galerie anbinden

Die vielgenutzte Bushaltestelle „Wehberg“ bekommt aus Kostengründen kein Wartehäuschen.

LÜDENSCHEID ▪ Die neue Stern-Galerie am Sauerfeld soll durch eine „Hotel“-Vorfahrt an die Straße angebunden werden. Dies sehen Pläne vor, die Verkehrsplaner Christian Hayer gestern im Bau- und Verkehrsausschussvorstellte.

Die Pläne stammen aus der Zeit, als noch eine Hotel-Nutzung für das Gebäude erwogen wurde. Doch auch unter den veränderten Rahmenbedingungen eines Ärztehauses sei eine solche Fahrspur für das Gebäude „verkehrlich sinnvoll“ sagte Hayer. Es gebe Bedarf dafür, etwa ältere Menschen dort kurz aussteigen zu lassen. Wie genau die Zufahrt gestaltet werden soll, ohne die Busspur am Sauerfeld zu beeinträchtigen, muss noch geklärt werden. Die Finanzierung stehe jedoch weitgehend, sagte Hayer: Der Investor stelle für die Baußmaßnahme 25 000 Euro zur Verfügung. Die Zufahrt könne bereits bis zum Frühjahr 2011 fertiggestellt werden.

Hayer stellte auch Pläne für den Endausbau des Römerweges am Freisenberg vor: Dort soll zur Verkehrsberuhigung die Straßenbreite auf 5,50 Meter reduziert werden. Zwei T-Knotenpunkte sollen neu gestaltet und eine Bushaltestelle um 30 Meter verlegt werden, um die Haltepunkte nicht mehr auf gleicher Höhe zu haben.

Straßenbauprojekte an der Leifringhauser Straße nickte der Bau- und Verkehrsausschuss einstimmig ab. Das Gremium befürwortete den Ausbau der Straße „Zum Stucken“, der aus der Dringlichkeitsliste des laufenden Haushaltsjahres gestrichen worden war. 182 000 Euro sollen dafür in den Haushalt 2011 eingestellt werden, weitere Kosten für die Anwohner entstehen nicht. Die Straße soll „in Asphaltbauweise“ als verkehrsberuhigter Bereich und „Mischverkehrsfläche“ angelegt werden.

Bereits fertiggestellt wurde die Leifringhauser Straße zwischen den Einmündungen Kalver Straße und Sembergweg. Da der dort errichtete einseitige Gehweg nicht der allgemeinen Ortssatzung entspricht, verabschiedete der Ausschuss eine „Teileinrichtungssatzung“ für diesen Straßenabschnitt. Auf dessen Grundlage kann die Stadt nun die Endabrechnung der Erschließungsbeiträge, die die Anlieger zu zahlen haben, durchführen. Zur voraussichtlichen Höhe teilte die Stadt mit, dass die endgültigen Beiträge sich voraussichtlich „im Bereich der gezahlten Vorausleistungen (der Anlieger) bewegen werden, so dass eventuelle Zahlungen oder Erstattungen nur geringfügig sein werden“.

Weitgehend undiskutiert blieb auch die schriftlich vorgelegte Verkündigung des Beschlusses, an der Bushaltestelle Wehberg kein weiteres Buswartehäuschen zu errichten. „Der Neubau eines Unterstandes würde an dieser Stelle unverhältnismäßig teuer werden“, heißt es im Bericht von Rechtsdezernent Wolff-Dieter Theissen – vor allem wegen der beengten Lage der Haltestelle vor einem Hang. ▪ thk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare