Nach Vorfällen in einem Lüdenscheider Wettbüro

Fahndung nach Flüchtigem läuft noch, aber zwei Personen festgenommen

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Die Polizei zeigt am Freitag erneut Präsenz am Einsatzort des Vortages.

Lüdenscheid - Auch am Freitag war der Flüchtige, der am Donnerstag eine groß angelegte Suche per Hubschrauber über der Innenstadt von Lüdenscheid ausgelöst hatte, noch nicht gefasst. Seine Personalien sind allerdings bekannt. Derweil dauern die Ermittlungen an, was genau in dem Wettbüro in der Kersting-Passage vorgefallen ist und wie es möglich sein konnte, dass der von der Polizei bereits entwaffnete und festgesetzte Verdächtige letztlich doch noch hatte flüchten können.

In einer Pressemitteilung der Polizei ist von einem „Versuch der Festnahme“ die Rede und: „Die genauen Hintergründe der Ausgangs- sowie der späteren Festnahmesituation sind unklar.“

Zwei weitere Männer, die festgenommen werden konnten, müssten noch vernommen werden, sagte der Hagener Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli am Freitag auf Nachfrage.

In welcher Form sie an den Vorfällen beteiligt waren, müsse sich durch die Vernehmung noch klären. Und: „Es ist alles so unklar.“ Zur Nationalität des Flüchtigen und der Festgenommenen wollte er nichts sagen.

Klar ist offiziell bislang nur, dass kurz vor 16 Uhr nach einer lautstarken Auseinandersetzung ein Schuss in dem Wettbüro gefallen war, durch den niemand verletzt wurde.

Beamte verschwanden in der Passage. Ob das routinemäßiges Vorgehen oder ein erneuter Einsatz mit konkretem Hintergrund war, blieb offen.

Doch selbst ein für Passanten auf dem Rathausplatz gut hörbarer Schuss hinderte in der Folge zahlreiche Schaulustige offensichtlich nicht daran, möglichst hautnah beim Polizeizugriff in Tatortnähe, in Höhe Hauptpost, dabei sein zu wollen, wie vor Ort zu sehen war. Am Freitag dann gegen 11.30 Uhr zeigte die Polizei jedenfalls erneut Präsenz rund um die Kersting-Passage. Ein Fahrzeug bezog genau gegenüber Position, ein weiterer Wagen folgte kurz darauf. Beamte stiegen aus, verschwanden in der Passage, führten Gespräche. Ob das routinemäßiges Vorgehen oder ein erneuter Einsatz mit konkretem Hintergrund war, auch dazu wollte sich Oberstaatsanwalt Dr. Pauli nicht näher äußern.

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