Bauordnungsrecht schränkt Nutzung ein

Vorerst keine Feiern mehr in den Museen

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Festlich gedeckte Tafeln für eine Familienfeier, ein Betriebsfest oder einen Schulabschluss gibt es ab 2018 vorerst nicht mehr im Glaszwischenbau der Museen. Aber es wird an einer Lösung gearbeitet, auch solche Veranstaltungen durchführen zu können.

Lüdenscheid - Wer sich für eine große Feier in den nächsten Monaten den Glaszwischenbau der Lüdenscheider Museen als stimmungsvollen Veranstaltungsort mitten in der Stadt vorgestellt hat, hat derzeit das Nachsehen: Auch die Museen der Stadt haben die Ergebnisse der bauordnungsrechtlichen Überprüfungen städtischer Gebäude ereilt.

Demnach ist der Glaszwischenbau nicht für alle Veranstaltungen, die in der Vergangenheit dort durchgeführt wurden, zugelassen. 

Interessenten, die eine Anfrage, beispielsweise für Familienfeiern, Betriebsfeste oder Schulabschlussfeiern stellen, erhalten zurzeit folgende Antwort von den Museen: „Leider können wir Ihnen für die von Ihnen angefragte Nutzung von Räumlichkeiten in den Museen der Stadt Lüdenscheid zurzeit kein Angebot machen. Aufgrund nachvollziehbarer bauordnungsrechtlicher Anforderungen sind die Museen derzeit in der Nutzung der Fläche eingeschränkt. Wir sind aber bemüht, einen Zustand herzustellen, der die Nutzung in der von Ihnen beabsichtigten Weise in Zukunft zulässt und würden uns freuen, wenn Sie bei zukünftigen Anfragen wieder an die Museen der Stadt Lüdenscheid herantreten würden. Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Verständnis.“

Das heißt nicht, dass plötzlich gar keine großen publikumsträchtigen Termine mehr stattfinden können – letztlich sind die Museen ja für Besucher gedacht. Nicht von den Einschränkungen betroffen ist alles, was in irgendeiner Form „musealen Charakter“ hat, wie Ausstellungseröffnungen, Vortragsveranstaltungen oder die öffentlichen Führungen, betont Dr. Eckhard Trox, Leiter der Museen. Er weist außerdem ausdrücklich darauf hin, dass die Ambientetrauungen im Alten Amtssaal weiterhin unverändert stattfinden und auch das Museumscafé wie gewohnt geöffnet bleibt.

Man sei außerdem bemüht, erklärte Trox, Lösungen zu finden, die auch weiterhin eine Nutzung des attraktiven Zwischenbaus für vielfältige Veranstaltungen ermöglichen – im Rahmen der bauordnungsrechtlichen Möglichkeiten und gemäß des Brandschutzes, aber auch im Interesse der möglichen Nutzer. 

Der finanzielle Ausfall dadurch, dass der Stadt Einnahmen aus der Vermietung entgehen, sei zu vernachlässigen, hieß es darüber hinaus auf Anfrage von der Verwaltung – genaue Zahlen nannte die Pressestelle nicht.

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