Vorbeugenden Schutz gegen den Datenklau

Schutz vor dem Datenklau am Geldautomaten.

LÜDENSCHEID ▪ Als der Kunde der Commerzbank Geld abheben wollte, schluckte der Automat überraschenderweise die Karte. „Skimming“-Gefahr lautete die Begründung einer Mitarbeiterin. „Das war eine vorbeugende Maßnahme“, erklärt Corinna Deichsel, regionale Pressereferentin der Commerzbank Dortmund.

Wenn es zu einem „Skimming“-Fall gekommen sei, werde um einen bestimmten Zeitraum herum eine Überprüfung der Kreditkarten vorgenommen, um festzustellen, ob unter Umständen ein weiterer Kunde von dem Datenklau betroffen ist. „Mit den Sicherheitsstandards ist die Commerzbank alles in allem aber gut unterwegs.“

Das gilt nach Angaben von Lavinia Wolff, Abteilungsdirektorin Marketing der Volksbank Märkischer Kreis, auch für „ihr“ Kreditinstitut. „Ich habe zwar gehört, dass die Bankenlandschaft allgemein immer häufiger davon betroffen ist, aber das trifft für die Volksbank in unserer Region nicht zu. Von einer Häufung solcher Vorfälle kann jedenfalls nicht die Rede sein. Der letzte Fall ereignete sich meines Wissens Ende 2008.“ Dennoch weiß die Volksbank natürlich von der Gefahr gewiefter Datenklauer und ihrer Tricks. „Wir haben ein gutes Meldesystem installiert, das eine schnelle Reaktion ermöglicht, und technisch aufgerüstet.“ Außerdem habe die Volksbank die Zugangskontrolle mit Karten außerhalb der Öffnungszeiten abgeschafft, um hier eine Missbrauchsmöglichkeit auszuschließen. „Kunden, die in Deutschland bleiben, haben zudem schriftlich eine Verfügbarkeit der Daten im Ausland ausgeschlossen.“

Nicht die schlechteste Absicherung: Die von Kriminellen gesicherten Kartendaten werden oft ins Ausland übertragen und auf Blankokarten kopiert, die dann dort von Komplizen zur Abhebung genutzt werden. Das böse Erwachen kommt dann, wenn der Kontoauszug bis dahin ungeahnte Abhebungen ausweist. Deutsche Automaten erkennen die Fälschungen meist.

Thomas Meermann, Marketing-Leiter der Sparkasse, kann sich bisher an keinen „Skimming“-Fall erinnern. „Aber wir sind natürlich wachsam und überprüfen täglich unsere Automaten. Aber auch die Kunden sollten immer wachsam sein.“

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