"Porno Band": So voll, dass an Tanzen nicht zu denken war

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John Porno lieferte musikalische Visitenkarte ab: Hier die Brüder Markus, Daniel und Robin Hartkopf (v.l.).

LÜDENSCHEID - Sie waren laut. Und sie waren gut: Im Café Eigenart gab die „Incredible John Porno Experience“-Band einmal mehr ihre musikalische Visitenkarte ab und riss bei vollem Haus ein erwartungsvolles Publikum mit.

Dieses feierte mit Pfiffen, Zurufen und Klatschen eine Band, die mit viel Esprit und Spielfreude zu Bestformen auflief. Es war so voll, dass an Tanzen nicht zu denken war. Mit dem Fuß wippen ging trotzdem.

Es wurde ein starker Auftritt mit Musikern, deren Bandname nicht Programm, sondern der eher als Kritik an einer von sexueller Begierde dominierten Männerwelt zu verstehen ist. Sie sind ein eingespieltes Team: Das Brüdertrio Gitarrist und Sänger Markus „Hardy“, Schlagzeuger Robin sowie Gitarrist, Sänger und Schlagzeuger Daniel Hartkopf, komplettiert durch Ivo Rissone am Bass und Artur Tadevosyan ebenfalls an der Gitarre. Zum Auftakt lieferten sie ein akustisches Set ab mit Titeln wie „Tribute“, „Your Shoes“, „Waiting for the world to change“ oder „Diamonds“. Allesamt Songs, die einmal gefühlvoll introvertiert, dann wieder mit viel Drive nach vorn daherkamen. Ein mit charakteristischem Gitarrenspiel und individuellem Gesang glänzendes Brüderpaar Markus und Daniel an der Front, ein punktgenau aufspielendes Rhythmusduo Robin Hartkopf und Rissone, die mit zahlreichen Impulsen nach vorne überzeugten. Perfekte Stimmung.

Nach kurzem Umbau hieß es: „Are you ready to rock?“ Das Publikum war es und setzte lautstark mit Pfiffen sein Ausrufungszeichen. Wechsel am Schlagzeug. Diesmal stellte Daniel unter Beweis, dass er nicht nur singen und Gitarre spielen kann. Leadgesang mit Markus, instrumental und klanglich ausgewogen mit einem unterstützenden Tadevosyan an der Gitarre und einem ruhigen, souveränen Bassisten im Hintergrund läutete den lautstarken Rockset ein: „The boys are back in town“. Auch hier punktgenaues Spiel. Es krachte auf der Bühne. Steigende Spielfreude der Musiker, die sich im Laufe des ersten Sets längst freigespielt hatten und zu Höchstformen aufliefen. Ein feierndes Publikum, ein brodelnder Saal. Es wurde ein energiegeladener Auftritt einer starken Band, die sich nach dreijähriger Spielpause längst wieder gefunden hat, und hier - Zugaben inklusive - für einen perfekten Abend sorgte. - maya

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