Kulturhaus steht vor völligem Umbruch

Nicht nur das Restaurant, sondern auch die Kulturhaus-Säle sollen durch die VHS genutzt werden, schlägt die Verwaltung vor.

Lüdenscheid - Das Kulturhaus steht möglicherweise vor einem völligen Umbruch. Die aktuellen Pläne der Verwaltung laufen darauf hinaus, auch den roten, den violetten und den grünen Saal ausschließlich für den Kursbetrieb der Volkshochschule zu nutzen.

„Das Kulturhaus wird dann nicht mehr das Kulturhaus sein, das es einmal war“, sagte im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Voß zu den Überlegungen.

Ziel der Zentralen Gebäudewirtschaft ist es, den gesamten Kursbetrieb aus den angemieteten Räumen an der Knapper Straße ins Kulturhaus zu bringen. Kulturbetrieb und VHS würden sich dann das Gebäude einschließlich des Foyers teilen. Bis vor Kurzem noch war Planungsstand, lediglich die leer stehenden Restaurant- und Küchenflächen durch die VHS zu nutzen.

Die Attraktivität der Idee, die Gudrun Abendroth von der ZGW erläuterte, liegt darin, dass einerseits die hohen Mietkosten an der Knapper Straße entfallen und außerdem der geplante Neubau am Staberg nur noch die Musikschule aufnehmen muss. Damit fielen der Raumbedarf und auch die Baukosten deutlich niedriger aus. Toiletten und Barrierefreiheit, sogar eine Theke als Cafeteria-Ersatz wären im Kulturhaus vorhanden.

Trotzdem ist es eine „Richtungsentscheidung“, die die Politik nun zu treffen habe, wie Ausschussvorsitzender Björn Weiß (CDU) deutlich machte. Denn es gibt auch Sorgen um ein funktionierendes Miteinander von Kursen und Konzerten, wie Dr. Antje Heider (CDU) nachfragte. Harald Metzger (SPD) fürchtet den Wegfall von Veranstaltungsräumen für Vereine und Politik.

Doch richtig Freude hatte die Stadt an den Flächen in den vergangenen Jahren nicht. 105 000 Euro Einnahmen wollte die Kulturverwaltung im letzten Jahr an Mieten erzielen, 66 000 Euro seien es faktisch nur geworden, erklärte Kulturmanager Stefan Frenz.

Die Entscheidung über den Umbau fiel letzten Ende noch nicht. Die Fraktionen wollen Vor- und Nachteile noch einmal diskutieren. Einhellig fiel dagegen der Beschluss zum Bebauungsplan Staberg als Grundlage für den Musikschul-Neubau.

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