„Weltpolitik schlägt sich in den Kursen nieder“

LÜDENSCHEID ▪ „Eine außergewöhnliche Nachfrage nach Sprach- und Integrationskursen haben wir derzeit nicht, aber es ist durchaus so, dass sich die weltpolitischen Ereignisse in der Zusammensetzung der Kursteilnehmer niederschlagen.“

Wie Christina Wetter-El Sayed Auf, stellvertretende Fachdienstleiterin bei der Volkshochschule Lüdenscheid, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, hätten sich außergewöhnlich viele Frauen und Männer aus Griechenland in den aktuellen Kursen angemeldet. „Das war bis vor etwa einem Jahr noch nicht so.“ Auswanderer aus Spanien oder Flüchtlinge aus Syrien fehlten in den Kursen bislang jedoch.

Dies hänge laut Wetter-El Sayed Auf aber auch mit den zeitlichen Verzögerungen zusammen, die so eine Ausreise mit sich bringe. „Da müssen doch viele Formalitäten erledigt werden, bis man die Zulassung für einen Integrationskurs bekommt.“

Dass es in Lüdenscheid noch keinen merklichen Ansturm auf die Deutschkurse gebe – wie beispielsweise in großen Städten –, liegt laut Wetter-El Sayed Auf auch an den zahlreichen Anbietern innerhalb der Stadt. „Wir sind ja nicht die einzigen, die solche Kurse anbieten. Dadurch verteilt sich die Nachfrage entsprechend.“ Und: Viele Migranten, die hier eine Arbeitsstelle bekommen haben, werden privat geschult, zum Teil sogar von den Firmen selbst. „Da passiert viel am Rande.“ ▪ kes

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