Volksbank: Mittelstand wieder optimistischer

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Karl-Michael Dommes (M.) und Roland Krebs (r.), Vorstandsmitglieder der Volksbank im Märkischen Kreis, stellten gestern die Ergebnisse der Unternehmerbefragung vor. Mit im Bild: Gastgeber Michael Tesch vom Kunststoff-Institut.

Lüdenscheid -  Eine verhaltene Beurteilung der aktuellen Lage, dafür jedoch eine optimistischere Bewertung der Zukunft – so stellt sich die Lage für die heimischen Wirtschaftsunternehmen dar. Auch in diesem Jahr hatte die Volksbank im Märkischen Kreis die Unternehmen in ihrem Geschäftsgebiet befragt, 142 Rückmeldungen sind in die Auswertung eingeflossen.

„Das sind noch einmal mehr als im Vorjahr“, freuten sich die Vorstandsmitglieder Karl-Michael Dommes und Roland Krebs bei der offiziellen Vorstellung. Zu Gast waren die Vertreter aus Politik und Wirtschaft dieses Mal im Kunststoff-Institut.

„Wir haben nahezu eine Punktlandung erreicht“, erläutert Krebs das Stimmungsbarometer des Mittelstandes: Mit 105 Punkten liege die Kurve in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (104). Nichtsdestotrotz gebe es deutliche Unterschiede zur letzten Befragung: Bewerteten die Unternehmen die aktuelle Lage in 2012 noch gut und die Zukunftsaussichten eher schlecht, habe sich dies nun gedreht. „Der Mittelstand blickt wieder optimistischer in die Zukunft.“

Wie aus der Umfrage hervor geht, berichteten „nur“ noch 22 Prozent der Unternehmer von einer Verbesserung der Geschäftslage (2012: 32 Prozent), 20 Prozent (2012: 15 Prozent) von einer Verschlechterung. Zehn Prozent (2012: 7 Prozent) der mittelständischen Betriebe bewerteten ihre Geschäftssituation als unbefriedigend, 44 Prozent sprachen von einem guten Geschäftsumfeld. Für das zweite Halbjahr sind die Unternehmen jedoch wieder optimistischer: 27 Prozent der Befragten setzen auf eine geschäftliche Verbesserung.

Blickt man auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche, hellt sich die Lage vor allem im verarbeitenden sowie Dienstleistungsgewerbe und im Handwerk wieder auf, während Handel und Baugewerbe eher trübe Aussichten und stagnierende Geschäfte beschreiben. Als aktuelle Problemfelder nannten die Unternehmer vor allem die Energiekosten, Auftragslage und Konkurrenzsituation.

Bei den Sonderfragen ging es in diesem Jahr um das Thema „Sepa“ sowie die „regionale Wirtschaftsförderung“. Dabei bewerteten 60 Prozent letztere als mittelmäßig, 17 Prozent als schlecht. Allerdings sind 48 Prozent der Unternehmen mit den Dienstleistungen ihrer Stadt zufrieden. Und: Mehr als jedes vierte Unternehmen plant laut Umfrage eine Standorterweiterung. „Es ist erfreulich, dass wir schneller aus dem Tief herausgekommen sind als erwartet und sich die Lage auf einem hohen Niveau stabilisiert hat“, bilanzierte Landrat Thomas Gemke, der die sich anschließende Diskussionsrunde einläutete. - zach

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