Kredit- und Einlagengeschäft gewachsen

Volksbank im MK befindet sich im Aufwärtstrend

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Karl-Michael Dommes (l.) und Roland Krebs sind mit dem Geschäftsverlauf unterm Strich sehr zufrieden.

Lüdenscheid - Es geht weiter aufwärts mit der Volksbank im Märkischen Kreis: Die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das Einlagenvolumen der Kunden klettert von Rekord zu Rekord. Die Bilanzsumme bewegt sich in neuen Dimensionen. Das Jahr 2015 hat die Planungen weit übertroffen.

Entsprechend zufrieden fiel am Donnerstag der Blick der Volksbankvorstände Karl-Michael Dommes (Sprecher) und Roland Krebs beim Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr aus. „Es waren wirklich gute zwölf Monate“, so Dommes.

Wo viel Licht ist, fällt allerdings auch Schatten auf das Zahlenwerk. „Das Elend der Null-Zinspolitik drückt richtig auf die Margen“, umriss der Vorstandssprecher das aktuelle Dilemma. Deshalb gelte auch für die Volksbank: „Das Geldverdienen wird immer schwieriger.“

Doch die Leidtragenden seien am Ende die deutschen Sparer. „Bei seiner Altervorsorge wird mancher noch eine böse Überraschung erleben“, machte Dommes deutlich. Eine Änderung des Zinsniveaus sei für die nächsten Jahre aber nicht zu erwarten.

Ein paar Zahlen machen die Misere deutlich: Konnte der Sparer in den 90er-Jahren noch innerhalb von elf Jahren sein Vermögen von 50 000 Euro verdoppeln, würde das heute nicht einmal ein Johannes Heesters erleben: 120 Jahre müsste ein Anleger ausharren, um einen sechsstelligen Betrag einzustreichen. 

Kunden scheuen Aktien und Fonds

Doch ein Umdenken setzt bei den Kunden noch immer nicht ein: „Mittlerweile machen Gelder auf Girokonto, Tagesgeld und Co. einen Anteil von fast 63 Prozent unserer gesamten Kundeneinlagen aus. 2010 waren es nur knapp 50 Prozent“, so Roland Krebs. Rund 867 Millionen Euro sind auf solchen Konten „geparkt“. Dabei gebe es durchaus lukrative Alternativen. Aktien, Investment- oder Immobilienfonds – das Wertpapiergeschäft biete viele Möglichkeiten. Empfehlenswert sei eine breite Streuung, erklärte Krebs weiter. „Es gehören nicht alle Eier in ein Nest.“ Ohne ein gewisses Risiko werde es heute keinen Mehrertrag mehr geben.

Kreditgeschäft auf neuem Höchststand

Noch ein paar Zahlen aus dem Geschäftsverlauf: Das Kreditgeschäft stieg um knapp acht Prozent auf einen Höchststand von 1,16 Milliarden Euro. Hierbei waren sowohl das Firmenkundengeschäft als auch die Baufinanzierung entscheidende Wachstumstreiber: Neue Kredite wurden in einer Höhe von 411 Millionen Euro (plus 15,8 Prozent) vergeben, darunter 121 Millionen Euro an private Baufinanzierer und 290 Millionen Euro an den gewerblichen Mittelstand. „Wir wachsen im Kreditgeschäft deutlich stärker als die Kollegen in NRW“, so Dommes. Mit einer Bilanzsumme von knapp 1,9 Milliarden Euro sind die Märker die größte Volksbank in Südwestfalen. Die Ertragsentwicklung ging jedoch auf 39,7 Millionen Euro zurück.

Die Rolle als Partner der Region zeigt sich nicht zuletzt im Sponsoring: 260 000 Euro flossen an heimische Vereine.

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