STL verstreut 3.460 Tonnen Salz

STL-Bilanz 2017: „Es war ein völlig normaler, durchschnittlicher Winter“

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„Völlig normaler Winter“: 38 Schneeräum-Einsätze verzeichnet die STL-Statistik im Winterdienst 2017/18.

Lüdenscheid - Wenn die Temperaturen langsam steigen, ist es Zeit für eine Winterdienst-Bilanz beim Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL). „Es war ein völlig normaler, durchschnittlicher Winter“, sagte Andreas Fritz, stellvertretender Werkleiter, dazu bei der Sitzung des STL-Werksausschusses.

Gradmesser dafür ist der Salzverbrauch, der normalerweise zwischen 3000 und 4000 Tonnen beträgt. 2017 habe er bei 3460 Tonnen gelegen; 2018 wurden bislang 1537 Tonnen verbraucht. 38 Einsätze habe man in diesem Winter gefahren. Das Problem: „Es hat immer dann geschneit, wenn wir’s nicht gebrauchen konnten: im Berufsverkehr.“ Aber alles in allem zeigte er sich trotzdem zufrieden: „Wir finden, es ist gut gelaufen.“

Fußgänger hingegen sind aus Sicht des Ordnungsamtes nicht immer „gut gelaufen“. Das liege dann aber nicht am STL, sondern an einzelnen Hausbesitzern, die ihrer Räumpflicht nicht nachkämen, sagte Frank Ruffer vom Fachdienst Recht, öffentliche Sicherheit und Ordnung im LN-Gespräch. Mehrfach sei es in diesem Jahr vorgekommen, dass man Hauseigentümer angesichts dicker Eisschichten auf Gehwegen angesprochen und zum Teil auch verwarnt habe.

Neue Fahrzeuge für den STL

Gerade der Wechsel von Sonne am Tag und starkem Frost in der Nacht habe bei schlechter oder fehlender Schneeräumung zu Problemen geführt. Wenn das auffalle, werde man als Ordnungsbehörde auch tätig, betonte Ruffer. Merkzettel für den Briefkasten, mitunter direkte Ansprache vor Ort, Kontaktaufnahme mit der Hausverwaltung oder eben Verwarnungen – das gehöre zum Ablauf.

Weiteres Thema im STL-Werksausschuss war neben dem Winterdienst der Fahrzeugpark. „Wir haben über die Jahre immer zugesehen, unsere Technologie auf dem neuesten Stand zu haben“, sagte Andreas Fritz, bevor er einen Überblick über die aktuelle Situation gab. Der STL habe ein Elektrofahrzeug im Fuhrpark und wolle ein weiteres anschaffen. Außerdem teste man neue Antriebe, etwa in Gestalt eines Hybridfahrzeuges. Zudem habe man zwei sogenannte Streetscooter geleast und wolle sie bei der Spielplatzreinigung testen.

Im Kostenvergleich mit Hybrid und Diesel schneide das Elektroauto am besten ab, zumal es steuerbefreit sei. Dieses Jahr wolle man zudem Fördermittel beantragen, um in Kooperation mit den Stadtwerken eine öffentliche Ladestation einzurichten. Dem Werksausschussvorsitzenden Bernd Schildknecht war das ein Lob wert: „Am Puls der Zeit.“ Bürgermeister Dieter Dzewas gab aber zu bedenken, dass die Umweltbilanz der E-Autos dann an anderer Stelle eher negativ sei..

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