Einladung der CDU: Unterstützung aus den Reihen der Politik für die Ideen

Visionen lösen „Hype in der Stadt“ aus

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Vertreter von CDU, SPD und Grünen sicherten den Visionären bei einem Treffen im Schwejk ihre Unterstützung zu.

Lüdenscheid - Die Visionen biegen ab auf eine konkrete Ebene – zumindest in großen Teilen. Am Donnerstagabend beschäftigte sich die CDU-Fraktion zusammen mit eingeladenen Vertretern aus anderen Ratsparteien mit dem Ideenspektrum. Ein Jahr lang hatten Kreative, Gewerbetreibende und Bewohner der Lüdenscheider Innenstadt 70 Visionen für eine liebens- und lebenswertere Stadt zusammengetragen. Die Bandbreite der Vorschläge reicht vom Weihnachtsmarkt in der Oberstadt über einen Freizeitpark am Nattenberg bis zum eigenen Feiertag.

Die Projekte hätten eine einzigartige Wirkung entfaltet, lobte Fraktionschef Oliver Fröhling die Initiatoren um Willi Denecke und Matthias Czech. „Sie haben einen regelrechten Hype unter den sonst überwiegend zurückhaltenden und kritischen Bürgern ausgelöst.“ Nach dem eindrucksvollen Start im Kulturhaus dürfe diese Offensive keinesfalls „parteipolitisch zerredet“ werden. „Vielmehr müssen wir gemeinsam ausloten, was sich wie umsetzen lässt.“ Dabei spielen Fördergelder eine große Rolle – aber nicht nur öffentliche. Ein Unternehmen aus der Lichtindustrie habe bereits finanzielle Unterstützung signalisiert, berichtete Czech. „Wir bekommen viele Rückmeldungen von Menschen, denen die Stadt am Herzen liegt.“ Denecke fasste die zu vernehmende Resonanz unter dem Begriff „positives Grundrauschen“ zusammen.

Das lasse sich bereits an konkreten Zahlen festmachen. Seit der öffentlichen Präsentation habe es mehr als 1000 Rückmeldungen von Bürgern gegeben, für mehr als 40 Visionen wurden Paten gefunden. „Wir wollen die Arbeit auf vielen Schultern verteilen.“ In etwa sechs Wochen werde es das nächste Visionärs-Treffen geben. „Dann wollen wir auf den Knopf drücken“. Dabei hat sich inzwischen eine vierstufige Prioritätenliste mit entsprechenden Zeitfenstern herauskristallisiert. Einige Projekte ließen sich in den nächsten 12 bis 18 Monaten realisieren, andere – wie der Feiertag – seien zunächst „ausgepunktet“. André Westermann, Geschäftsführer der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH: „Ein solcher Ruck durch eine Stadt ist in der Umgebung ohne Beispiel.“

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