Kulturhausgarten als "Tor zur Altstadt"

Einige Visionen 2020 werden Wirklichkeit

Roter Faden für die Häppchentour: Beim Treffen in großer Runde gab’s Infos zum Stand aller 70 Visionen.
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Roter Faden für die Häppchentour: Beim Treffen in großer Runde gab’s Infos zum Stand aller 70 Visionen.

Lüdenscheid - Der Kulturhausgarten wird als weiteres „Tor zur Altstadt“ geöffnet – aber erste Ergebnisse gibt’s erst 2019. „Da ist ein ziemlich großes Baby draus geworden“, sagte Pate Matthias Czech beim Visionärstreffen in großer Runde, bei dem der Stand der Dinge abgefragt wurde. Nach Gesprächen mit der Stadt könnte Vision 1 Teil eines Förderprogramms werden, aber das dürfte dauern, teilte Czech den Mitstreitern mit: „Das Ding rollt, das Ding wird groß.“

Auch in vielen der 69 anderen Visionen ist Bewegung, wenngleich nicht in allen. Doch dafür gebe es Prioritätenlisten, sagte Sprecher Willi Denecke. Man wolle sich schließlich nicht verzetteln.

Die akustischen Altstadtgassen (4) sollen es in den Altstadt-Wettbewerb schaffen. Ein Lüdenscheid-Produkt (6) – ein Bier – wird Ende November verkostet, kündigte André Westermann an. Für sein Thema „Grüne Mobilität“ (12) stellte Jürgen Gade einen E-Bike-Tag 2018 in Aussicht unter dem Motto „Mit E-Bike wird das Sauerland zum Münsterland“.

Ideen der „Visionäre 2020“ für Kultur, Gastronomie, Einzelhandel und Gewerbe

Dazu gab’s einen Hinweis von Gordan Dudas (SPD-MdL) auf einen randvollen Bundestopf „Bürgerradwege“. Neu-Visionär Dirk Weiland erarbeitet mit zwei Bits-Praktikanten Event-Konzepte für Schützenplatz (15) und Erlebniswelt Nattenberg (42), Letzteres unter dem Arbeitstitel „Ein Ticket, eine Welt“. Mit der Häppchen-Tour steht Vision 23 kurzfristig vor der Umsetzung.

Ideen der „Visionäre 2020“ für die Bereiche Architektur und Umwelt

Kiez-Gefühl in die Oberstadt zu bringen (24) bezeichnete Matthias Czech als „hardcore anstrengend“, aber 2018 soll ein Versuchballon steigen.

Schneller ist Jutta Hellmann, die in Kürze einen Pop-up-Store (47) an der Kluse in der ehemaligen Schatzkammer ausprobieren will. Ihr Ansatz: „Pop-up bedeutet, quer zu denken.“ Zu ihrer Vision von Leerstandmanagement gehören Kunstprojekte, ein mobiles Café oder auch mal Yoga im Vorübergehen.

Ideen der „Visionäre 2020“ für den Bereich Gestaltung

Lüdenscheid bittet 2018 zu Tisch (33) beim White Picknick, eine Multifunktions-Payback-Stadtkarte (35) ist in Arbeit, Stadt-Routen (54) entstehen, und Street-Art mit internationalen Künstlern (58) hat zum Ziel: „Nächstes Jahr wird’s bunt.“

Ideen der „Visionäre 2020“ für die Bereiche Veranstaltungen und Sonstiges

Eine unerwartete Entwicklung nimmt die Idee 37, die auf Do it yourself unter dem Stichwort „Repair Café“ setzt. Dessen nachhaltiger Ansatz sei ein Trend, der „sehr gut zu Bibliotheken passt“, sagte Bücherei-Leiterin Dagmar Plümer. Es gebe Förderprogramme, ein Konzept, erste Gespräche und sogar einen Werkraum in der Bücherei.

Ideen der „Visionäre 2020“ für die Bereiche Soziales und Sonstiges

Doch die Fülle dessen, was passiert in Lüdenscheid, weckt auch Sorge. „Wir dürfen es nicht überreizen“, gab Simone Geier zu bedenken. Im Jubiläumsjahr stehe ohnehin viel an. Willi Denecke nickte und legte auch das in die Hände der Paten: „In welchem Jahr was passiert – das müsst ihr entscheiden.“

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