Für ein besseres Lüdenscheid

Visionäre stellen Rat und Verwaltung 70 Ideen vor

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Die Visionäre haben ihre Ideen für ein besseres Lüdenscheid auf unterhaltsame Art und Weise auf der Kulturhaus-Bühne vorgestellt. Das Wort „Hindernis“ sei im Sinne der zu entfaltenden Kreativität erst einmal verboten gewesen, sagte Matthias Czech.

Lüdenscheid - Die Visionäre 2020 – 70 Kreative, Gewerbetreibende und Bewohner der Lüdenscheider Innenstadt – haben am Montagabend im Kulturhaus Mitgliedern von Rat und Verwaltung sowie heimischen Politikern und weiteren geladenen Gästen ihre 70 Visionen für ein lebenswerteres Lüdenscheid präsentiert.

Damit ließen sie zum ersten Mal durchblicken, welche Pläne sie für ihre Heimatstadt geschmiedet haben – und ab Dienstag sollen alle interessierten Bürger durch eine Ausstellung im Stern-Center davon erfahren.

„Wir wollen in einer Stadt leben, die wir nie wieder verlassen möchten“, sagte, aufgezeichnet, die neunjährige Emma zu einem Zusammenschnitt von Bildern, den die Visionäre 2020 zum Auftakt zeigten. Damit formulierte sie das Ziel, das die Visionäre antreibt.

Visionäre: Präsentation der 70 Visionen im Kulturhaus Lüdenscheid

Moderiert von Willi Denecke und Matthias Czech stellten einige der engagierten Lüdenscheider elf von 70 Maßnahmen detailliert vor. Marco Sommerfeld (Platte Bulette) präsentierte zum Beispiel die Vision Nummer 17 von einem Festival der Kulturen. Bei mehr als 100 Nationalitäten verbinde eines doch die Lüdenscheider, sagte er. „Wir alle wollen Spaß, Liebe, Harmonie und ein glückliches Zuhause.“ Am Knapp könnten Gastronomen, Einzelhändler und Bürger einen Basar voller Farben, Gerüche und Musik veranstalten, bei dem alle ins Gespräch kommen und sich kennenlernen.

Mit Pop-up-Stores gegen den Leerstand

Wie 1997 in San Francisco so nach Vorstellung der Visionäre ganz bald in Lüdenscheid: „Das Zauberwort lautet Pop-up-Store“, sagte Jutta Hellmann (Kleine Kirche) über die Vision Nummer 47. Mit provisorischen, kreativen und temporären Geschäften zu unkomplizierten Mietbedingungen für deren Betreiber soll dem Leerstand an der Wilhelmstraße begegnet werden. Ebenso, vorgestellt von Björn Jäger (Strodel & Jäger), mit Lichtinszenierungen, die den Blick „weg von Kaugummiflecken auf dem Boden“ nach oben zu „schönen Fassaden der Innenstadt“ lenken.

Matthias Czech und Willi Denecke.

Eine weitere Idee der Visionäre ist laut Linus Wortmann (KKW Architekten) jene mit der Nummer elf: Eine große Glühbirne, von der A 45 aus sichtbar, die für Lüdenscheids Markenzeichen „Stadt des Lichts“ sowie damit verbunden für alle am Licht beteiligten Industrien von Kunststoff bis Gebäudesystemtechnik steht. Darin könne ein Lichtmuseum beheimatet sein. „Dann würden tausende Autofahrer irgendwann sagen ‘Lüdenscheid? Das sind doch die mit der Glühbirne!’“

Ausstellung im Stern-Center

Die weiteren Ideen vom Spielplatz auf dem Rathausplatz bis zum eventuell schon in diesem Jahr realisierbaren historischen Weihnachtsmarkt auf dem Graf-Engelbert-Platz stellten Simone Geier (Fleischerei Geier), Yasmine Schmitz (Optik Mühlenberg), Rebecca Egeling (Kulturhaus), Matthias Czech (David & Goliath), Torsten Schulze (Stern-Center) André Westermann (Lüdenscheider Stadtmarketing) Marco Köhler (Schubidu) und Willi Denecke (Denecke Consulting) vor.

Ab Dienstag sind die Visionen in Form einer Ausstellung im Stern-Center zu sehen. Die Vorbereitungen dafür trafen die Akteure und Helfer noch in der Nacht.

Bürgermeister Dieter Dzewas sagte zu, er werde dazu beitragen, Hindernisse zu überwinden, wo es möglich ist, oder die Visionen ein wenig den Realitäten anzupassen. Von den Bürgern wünsche er sich Beteiligung, um diese „Riesen-Chance“, etwas für Lüdenscheid zu tun, zu nutzen. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung im Stern-Center findet am Dienstag, 9. Mai, um 19 Uhr statt.

Wir haben die 70 Visionen für Sie im Überblick:

70 Visionen für die Stadt Lüdenscheid

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