Vision wird Realität: Vogler hat Grund zu Feiern

Ingo Vogler feierte gestern mit rund 300 Gästen Einweihung und 20. Geburtstag seines Betriebes für Industrielackierungen.

LÜDENSCHEID ▪ Ingo Vogler hat seinen Traum verwirklicht, „eine Vision Realität“ werden lassen. Dazu gehört der architektonisch anspruchsvolle Bau an der Golsberger Straße, im Grenzgebiet zu Schalksmühle, der gestern mit rund 300 Gästen eingeweiht wurde.

Dazu gehört aber auch, aus kleinen Anfängen einen Betrieb aufgebaut zu haben, „für den andere Familien drei, vier Generationen brauchen“, wie es Gastredner Bürgermeister Dieter Dzewas formulierte. Dieser Betrieb für Industrielackierungen mit derzeit rund 290 Mitarbeitern und einem voraussichtlichen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro feierte gestern zugleich den 20. Geburtstag. Er zählt heute zu den größten Unternehmen seiner Art in Deutschland.

Firmenchef Vogler freute sich über den „ungewöhnlichen Anblick“ in der Fertigungshalle, wo normalerweise rund 500 Paletten pro Tag umgeschlagen werden. Gestern fanden sich an der Stelle Freunde, Vertreter der Stadt, Geschäftspartner, Kollegen aus der Industrie sowie Mitarbeiter und ihre Familien ein. Für sie skizzierte der 43-Jährige die Entwicklung der Firma, die der gelernte Schreiner 1990 zusammen mit seinem Bruder Oliver gegründet hatte. Der Bruder stieg 1997 als Gesellschafter wieder aus. Die Firma blieb stetig auf Wachstumskurs. Umzüge, Anbauten, Umbauten und schließlich, ausgerechnet kurz vor der weltweiten Wirtschaftskrise, die Entscheidung zum Neubau auf der grünen Wiese, wodurch die Standorte Römerweg und Freisenberg zusammengeführt werden konnten – „der Aufwand hat sich gelohnt, das Ergebnis ist fast perfekt“, befand der Firmenchef. Dass der Bau mit 14 Millionen Euro rund fünf Millionen teurer geworden ist als geplant, sei in der Krise natürlich ein zusätzliches Problem gewesen. Doch auch hier habe man versucht, ideenreich zu reagieren: Die Mitarbeiter stemmten den Umzug Schritt für Schritt selbst, so lange die Produktion nicht ausgelastet war. Als das im März 2009 abgeschlossen war, „war uns zum Feiern nicht zumute“. Das war gestern anders, die wirtschaftlichen Zeichen zeigen aufwärts. Die Entscheidung, „in extrem schwierigen Zeiten einen Meilenstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens gesetzt zu haben“, zahle sich aus.

Dafür gab’s auch Lob vom Stadtoberhaupt. Vogler habe es geschafft, „an den Eingang der Stadt etwas Imposantes hinzustellen“. Wenn die Entwicklung so weiter gehe, würde er sich über einen reizvollen Erweiterungsbau in fünf Jahren freuen, so Dzewas. Vielleicht schaffe es Lüdenscheids anspruchsvolle Industriearchitektur bis dahin sogar auf eine eigene Stadtkrawatte – mit einer modernen Fabriksken-Silhouette statt der städtischen Skyline.

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