Heimat spielend entdecken

Neues Brettspiel zur Region: „Vision Südwestfalen“

Die Schüler der Jahrgangsstufe fünf des Gymnasiums Netphen zeigten sich beim Testspielen von „Vision Südwestfalen“ begeistert.

Lüdenscheid - Die Heimatregion spielend entdecken – das ist das Ziel von dem Spiel „Vision Südwestfalen“, das zurzeit bei der Südwestfalen Agentur in Zusammenarbeit mit engagierten Lehrern der Region und einem professionellen Spieleentwickler konzipiert und realisiert wird.

Schüler des Gymnasiums Netphen testeten das Brettspiel jetzt ausgiebig – und waren durchweg begeistert.

Wie viele Hochschulen gibt es in Südwestfalen? Was macht einen Unternehmen zum Weltmarktführer? Welche Band aus Südwestfalen erhielt vor einigen Jahren die Eins-Live-Krone? Die Fragen sind so vielfältig wie die Region selbst. Mal leicht zu beantworten, mal knifflig. Mal aus dem Bereich Politik und Wirtschaft, mal aus den Gebieten Umwelt, Kultur oder Soziales. Die Fragen zu beantworten, reicht allerdings noch nicht aus.

Denn bei „Vision Südwestfalen“ werden die Spieler selbst zu Akteuren und sollen ihre Visionen zur nachhaltigen Gestaltung der Region umsetzen. Wo die nötige Fachkenntnis fehlt, helfen spezielle Info-Karten. Vom neuen Kindertreff, der Einführung des Jugendbusses über das Naturparkhaus bis zur Unterstützung von Flüchtlingen – auch die Visionen sind vielfältig und bilden einen Querschnitt über zahlreiche Themenfelder und Aufgaben – spätere Realisierung seien nicht ausgeschlossen.

Wer am Ende die meisten „Visionen“ umgesetzt hat, ist der Sieger des Spiels. Gewinner sollen letztlich aber alle Schüler in der Region sein, denn „Vision Südwestfalen“ soll an sämtliche Schule ausgegeben werden und dort den Unterricht ergänzen und bereichern.

Seinen Ursprung hat das Spiel im Schülerwettbewerb „Was wäre die Welt ohne unsere Region Südwestfalen“, der im Zuge der Regionale 2013 an allen weiterführenden Schulen durchgeführt wurde. Grundlage der aktuellen Entwicklung war das damalige Gewinnerspiel „Vision Iserlohn“ von Melina Seiler und Saskia Menze, begleitet von Lehrerin Kristin Pauli, vom Märkischen Gymnasium in Iserlohn.

„Die Idee wurde ganz bewusst mit den Schülerinnen und einer Gruppe sehr engagierter Lehrer aus der Region weiterentwickelt“, unterstreicht Dr. Stephanie Arens, die als Projektleiterin bei der Südwestfalen Agentur für die Umsetzung und Realisierung des Spiels zuständig ist.

„Uns geht es vor allem darum, das Thema Heimatkunde zu entstauben, indem wir mit und für Lehrer der südwestfälischen Schulen fächerübergreifendes Unterrichtsmaterial entwickeln, das Lust auf die Region macht. So können Lehrer und Schüler auf ungewöhnliche Art und Weise die Herausforderungen und Potenziale der Region neu entdecken.“

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