Virtuelles Museum: Erinnerung an einen gefallenen Soldaten

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Dieses Gedenkblatt erhielten die Angehörigen aller toten Soldaten.

Lüdenscheid - Am 11. November 1918 – also vor fast genau 100 Jahren – endete der Erste Weltkrieg. Allein aus dem damaligen deutschen Kaiserreich starben rund zwei Millionen von 13,25 Millionen Soldaten. Einer von ihnen war Johannes Templin, gefallen am 25. März 1918.

Das Gedenkblatt, das die Angehörigen nach seinem Tod erhielten, wird Teil des Virtuellen Museums.

Das Gedenkblatt ist eine Farblithografie des Grafikers Emil Doepler. Sie zeigt einen Engel, der sich über einen toten Soldaten beugt und ihm einen Eichenzweig reicht. Darüber steht ein Bibelzitat. Im Depot der Lüdenscheider Museen gibt es dazu auch die dazugehörige Verleihungsurkunde des Kriegsministeriums. Beides erhielten die nächsten Angehörigen aller im Krieg umgekommenen deutschen Soldaten automatisch. Kaiser Wilhelm II. hatte das am 27. Januar 1915 per „allerhöchster Kabinettsorder“ in Auftrag gegeben. 

Über Johannes Templin ist nichts in den Unterlagen der Museen dokumentiert. Das Gedenkblatt dürfte von seinen Nachfahren übergeben worden sein. In den Verlustlisten des Ersten Weltkrieges wird kein Johannes Templin aus Lüdenscheid geführt. 

Diese Verlustlisten sind seit 2014 im Internet unter www.verlustlisten.de verfügbar. Die Daten beruhen auf den Listen, die während des Krieges in allen deutschen Städten und Gemeinden veröffentlicht wurden. Mit Name, Vorname und Geburtsort kann nach Soldaten des Weltkrieges gesucht werden. Insgesamt verloren rund zehn Millionen Soldaten an den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkriegs ihr Leben. Hinzu kamen rund sieben Millionen zivile Opfer, nicht zuletzt durch Hunger und Krankheiten.

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