Villa Hueck: Zustimmung, aber auch Skepsis

LÜDENSCHEID ▪ Applaus, zustimmendes Nicken, Erleichterung, aber auch Skepsis und kritische Töne – die Reaktionen auf die neuen Pläne für die Villa Hueck an der Humboldtstraße (wir berichteten) fielen im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt Dienstagabend unterschiedlich aus.

Die Unternehmer Marco Nipkow und Thomas Fischer, derzeitiger Schatzmeister des Rotary-Clubs Lüdenscheid, schafften es aber zusammen mit ihrer Architektin Ursula Trimpop, eine breite politische Mehrheit für ihr Projekt zu gewinnen.

Ein Teil der Kritik entzündete sich an dem Vorhaben, einen Stahl-Glas-Beton-Kubus an das Baudenkmal anzubauen. Vor allem SPD-Mann Jens Voß („Ich finde das überhaupt nicht toll“) verweigerte seine Zustimmung.

Doch über die „Geschmacksfrage“ lässt sich offenbar nicht streiten, zumal die obere Denkmalbehörde laut Nipkow gerade wegen des klaren Bruchs der Architekturstile Grünes Licht signalisiert hat. Auch die wirtschaftliche Machbarkeit des Gastro-, Tagungs- und Festzentrums steht für die Investoren außer Frage. Fischer: „Daran haben drei Wirtschaftsprüfer gerechnet.“

Fraglich erscheint den Verantwortlichen der Umgang mit den Bäumen in dem 6000 Quadratmeter großen Park. Hier wollen Fachleute der Verwaltung mit den Eigentümern vor Ort über Parkplätze, Fällungen und Ersatzpflanzungen entscheiden. Stadt-Ökologe Hans-Jürgen Badziura will den „für die Innenstadt einzigartigen Baumbestand“ weitestmöglich erhalten, aber: „Der Park wird sein Gesicht verändern.“

Ausschussvorsitzender Stefan Pietzner (CDU) fasste für die große Mehrheit des Gremiums zusammen: „Wir sollten froh sein, dass hier nach drei Jahren Leerstand etwas positives passiert.“ Zwölf Politiker stimmten mit „Ja“, einer enthielt sich. Jens Voß und Jan Eggermann (SPD) sowie Björn Weiß (CDU) stimmten gegen das Projekt.

Olaf Moos

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