Rettungspaket für die Pflege

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Luftballons mit angebundenen Karten ans Bundesgesundheitsministerium stiegen in den Himmel – hoffentlich Richtung Berlin.

Lüdenscheid - Am Internationalen Tag der Pflege, den die Diakonie am Montag mit einem bundesweiten Aktionstag beging, stand ein prall gefülltes Rettungspaket für die Altenpflege im Mittelpunkt.

Die Cafeteria im Dietrich-Bonhoeffer-Altenzentrum platzte um 11.55 Uhr aus allen Nähten. Ralf Lohscheller, Geschäftsbereichsleiter der Einrichtungen Perthes-Altenhilfe Süd, begrüßte zahlreiche Mitarbeiter und Bewohner und verdeutlichte die Problematik: „Es geht immer wieder ums Geld, damit eine gute Ausbildung in der Pflege möglich ist, denn sie ist die Basis. Ebenso geht es um attraktive Arbeitsplätze, die nach Tarif bezahlt werden, und wir brauchen mehr Menschen, die in der Pflege arbeiten. Wie wir mit Alten, Kranken und Pflegebedürftigen umgehen, daran muss sich unsere Gesellschaft messen lassen.“

Das Rettungspaket, das alle Beteiligten geschnürt hatten und das gefüllt war mit Karten, auf denen die Mitarbeiter ihre Wünsche und Forderungen formuliert hatten, war adressiert an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Schwerpunkte bildeten die „Familiäre Entlastung“, die „Gerechte Finanzierung“, eine „Würdevolle Pflege“ und eine „Attraktive Ausbildung“. Symbolisch waren am Ende der Aktion große Rettungspakete aufeinandergestapelt. Draußen waren an vielen Luftballon Karten mit Forderungen geheftet, die bei starkem Wind schnell an Höhe gewannen. „Hoffentlich steht der Wind günstig, damit sie auch in Richtung Berlin fliegen“, meinte Einrichtungsleiter Udo Terschanski.

Auch Mitarbeiter der Diakoniestation Lüdenscheid/Altena schnürten in der Innenstadt ein Rettungspaket für die Altenpflege – Empfänger: Bundesgesundheitsministerium Berlin.

Von Martin Messy

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