Per Rad in 4 Wochen von Lüdenscheid nach Lettland

Lüdenscheid - 2000 Kilometer von Lüdenscheid in Richtung Estland und zurück – und das alles in vier Wochen: Dieses ehrgeizige Ziel haben sich die Brüder Viktor (54) und Jakob (51) Töws gesetzt. Dabei werden sie jedoch nicht ganz bequem mit dem Auto oder Zug reisen, sondern auf dem Sattel ihrer Räder sitzen. Am Wochenende brachen der Lüdenscheider und der Halveraner in Richtung Berlin auf.

„Wir wollten einfach mal ausprobieren, ob wir das schaffen – auch kräftemäßig“, erzählen die Brüder von ihrem Projekt, das aus einer spontanen Idee heraus geboren wurde. Da sie vor vielen Jahren schon einmal in Tallinn (Estland) waren, stand für die beiden schnell fest, dass es auf jeden Fall in diese Richtung gehen sollte. „Allerdings wissen wir nicht, ob wir das schaffen – schließlich müssen wir in vier Wochen zurück sein, dann ist der Urlaub vorbei“, so Jakob Töws.

Wenn alles gut läuft, müssten die Brüder täglich etwa 100 Kilometer radeln – zunächst durch Deutschland in Richtung Berlin, weiter nach Polen und Litauen bis nach Lettland. „Wenn wir es dann noch zeitlich bis nach Estland schaffen, wäre das der Höhepunkt für uns.“ Zurück soll es dann übrigens über Finnland mit der Fähre zurück nach Rostock gehen.

Doch weil sich die Männer der Unwägbarkeiten auf der Tour bewusst sind, möchten sich die Brüder im Vorfeld gar nicht festlegen, sondern einfach „drauf los“ fahren. Schließlich möchten sie zwischendurch ja auch einiges von der Landschaft sehen. In Bezug auf ihre Route orientieren sich die Hobby-Radfahrer am so genannten Europaradweg R1, der vom Westen Frankreichs über Deutschland und Litauen bis nach St. Petersburg führt. „Aber wir sind nicht fest daran gebunden, sondern werden vor allem hinter Deutschland auch von dieser Strecke abweichen“, erklärt Viktor Töws. Grundsätzlich werden die Männer auf Radwegen sowie Straßen unterwegs sein, lediglich in Lettland werde es wohl auch mal durchs Gelände gehen.

Intensive Vorbereitungen, beispielsweise besondere Trainingseinheiten, haben die beiden Brüder übrigens nicht betrieben. Lediglich bei ihrer Ausrüstung haben sie großen Wert auf wetterfeste Kleidung gelegt. „Das ist einfach wichtig“, weiß Viktor Töws, der bereits auf eine mehrtägige Tour bis nach Dänemark zurückblicken kann. Schließlich werden die Brüder ihre Nächte im Zelt verbringen und sich selbst verpflegen. „Wir haben alles im Gepäck, vom Zelt bis zum Wasserkocher“, so Jakob Töws.

Ihre Familien haben übrigens größtes Verständnis für das Projekt der beiden Männer und unterstützen sie dabei: „Die sind stolz auf uns“, so die Brüder, die hoffen, dass ihre Tour aufgrund von unvorhergesehenen Zwischenfällen kein vorzeitiges Ende nimmt – sondern vielmehr ein „großes Abenteuer unter Brüdern“ wird. - kes

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