Vier neue Denkmäler sollen auf die Liste

Das Wohn- und Geschäftshaus Herzogstraße 1 soll in die Denkmalliste der Stadt eingetragen werden.

LÜDENSCHEID ▪ Ganz im Zeichen des Denkmalschutzes steht die Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am Mittwoch um 17 Uhr im Ratssaal. Die Gebäude Hohfuhrstraße 32, Herzogstraße 1, Mittelstraße 3-5 und Freiherr-vom-Stein-Straße 30 sollen nach Beschlussvorschlag der Verwaltung in die Denkmalliste der Stadt eingetragen werden.

Ausführliche Beschreibungen der Komplexe und Begründungen liegen den Politikern zur Entscheidungshilfe vor. Zugrunde liegt allen Entscheidungen eine gründliche Begutachtung nach den Kriterien des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen.

Nur der Eigentümer der Hohfuhrstraße 32 ist einverstanden – kein Wunder, hat er die Eintragung in die Denkmalliste doch selbst beantragt. In der Begründung heißt es unter anderem: „Das Haus ist bedeutend für die Stadtgeschichte, da es die Lebensweise des gehobenen Bürgertums in Lüdenscheid auf hervorragende Weise bezeugt.“ Im Fall der Herzogstraße 1 hat sich der Eigentümer dagegen ausgesprochen, da er kurzfristig Bauunterhaltungsmaßnahmen durchführen wolle, die auch der energetischen Verbesserung dienen. Die Aufnahme in die Denkmalliste wird in diesem Fall damit begründet, dass das Gebäude den Wandel der Altstadt bezeuge.

Die Eigentümergesellschaft der Gebäude Mittelstraße 3 bis 5 hat einen Kaufinteressenten, der aber vorher wissen wollte, ob die Gebäude Denkmalwert besitzen. Nach Prüfung durch die Untere Denkmalbehörde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe wurde dies bejaht. Nun befürchtet die Eigentümergesellschaft, dass dadurch der Verkauf erschwert wird. Die Denkmalwürdigkeit wird mit der exemplarischen Wohnweise des Bürgertums in Zeiten der Wohnungsnot in den 1920er Jahren begründet.

Auch der Eigentümer der Freiherr-vom-Stein-Straße 30 lehnt ab. Es habe Änderungen im und am Gebäude gegeben, nach denen eine Eintragung in die Denkmalliste nicht mehr zu rechtfertigen sei. „Kunsthistorische Gründe“ sprechen nach Einschätzung der Experten für den Denkmalschutz.

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