Vier Millionen Euro für neue Leuchten in Laternen

Trübe Funzeln wie diese, die auch noch Häuserwände beleuchten, müssen bald ersetzt werden.

LÜDENSCHEID - Viele tausend Leuchten in Lüdenscheids Laternen müssen in den nächsten Jahren ersetzt werden. Zum einen, weil sie im Schnitt 32 Jahre alt sind, aber auch aufgrund von Gesetzesvorgaben wie dem EU-Glühlampenverbot.

Heute verfügten rund 3500 aller 9200 „Brennstellen“ mit 16 000 Leuchten in Lüdenscheid noch über die in wenigen Jahren verbotenen Quecksilber-Dampflampen, die sogar ein Durchschnittsalter von 36 Jahren aufweisen. Allein um sie durch moderne Leuchten zu ersetzen, muss die Stadt 1,8 Millionen Euro aufbringen. Auf der anderen Seite steht danach eine Energieeinsparung von 66 Prozent, was Stromkosten in Höhe von 174 000 Euro pro Jahr und 129 Tonnen weniger Kohlendioxid bedeutet. Das erklärte gestern im Ratssaal vor Bau- und Planungspolitikern Lichtplaner Ralf Kensmann. Sein Büro start.design hatte die Lüdenscheider Laternenwelt eingehend untersucht. Insgesamt stünden der Stadt Ausgaben in Höhe von 3,9 Millionen Euro ins Haus, wobei noch nach Fördertöpfen gesucht werden könne. Dafür erhalte Lüdenscheid eine Energie-Ersparnis in Höhe von 350 000 Euro pro Jahr, zudem würden 1 232 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Luft geblasen. Allein die Wartungskosten für die maroden Leuchten beliefen sich 2009 auf eine halbe Million Euro.

Bernd-Rüdiger Lührs (CDU) forderte daraufhin, die vorgesehene Kürzung der Mittel für den STL bei der Straßenbeleuchtung zurückzunehmen. „Sonst ist das nicht zu schaffen.“ 2011 soll der STL noch 530 000 Euro für diese Aufgabe erhalten; geplant ist, ab 2012 nur noch 420 000 Euro auszugeben. Über Lührs‘ Antrag soll der Hauptausschuss entscheiden.

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