Vielfältiges Programm und nachdenkliche Worte

Der Abschlussjahrgang der Hauptschule Stadtpark.

LÜDENSCHEID ▪ Stimmungsvoll verlief die Abschlussfeier im Kulturhaus für 76 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Stadtpark. Dass es für alle „ein unvergesslicher Abend wird“, wünschten die Zehntklässler Issa Oruadia und Amal Azrioual, die die Moderation des Abends übernommen hatten.

Und unvergessen wird dieser Abend sicherlich bleiben: Mit einem sorgsam vorbereiteten bunten Programm, das einige Überraschungen enthielt, verabschiedeten sich vier Klassen unter der Gesamtleitung der Lehrerinnen Ruth König und Andrea Lazzaro unter dem Applaus mehrerer hundert Gäste von der Schulbühne.

„Verfolgt eure Ziele planvoll, lernt abzuschätzen, was gut für euch ist“, riet Schulleiter Winfried Becker in seiner Abschiedsrede den jungen Leuten. Auf der Suche nach dem Glück gelte es, vielen Verlockungen zu widerstehen und den eigenen Weg zu gehen.

Doch das ist nicht so einfach für die hoffnungsvollen jungen Leute, von denen eine ganze Klasse den Mittleren Bildungsabschluss erlangte, wie Laura Castiglia und Juliane Heilek die Anwesenden in ihrer Schüleransprache wissen ließen: „Einige haben Lehrstellen, andere nicht“. Dass diese Welt schnelllebig ist und „verlernt hat, beständig zu sein“, besangen die Neuntklässlerin Muriel Tacke und Lehrerin Ruth König eindrucksvoll und thematisierten in dem Lied „Irgendwas bleibt“ von Silbermond den Wunsch nach Sicherheit, Geborgenheit und Halt, begleitet von Lehrerin Andrea Lazzaro am Klavier.

Die Achtklässler Güner Isik und Vasilios Papadopoulos zeigten mit ihrem temperamentvollen Beat, wie sie nur mit ihren Stimmen Percus-sioninstrumente perfekt imitieren können. Und Kristian Karwatzki erntete für seinen „Ungarischen Tanz“ am Akkordeon viel Beifall. Diesen bekam auch Muriel Tacke für ihr Lied „Hit the road“.

Rhythmisch weiter ging es mit dem phantasievollen Stück „Stomp“, bei dem unter der Leitung von Andrea Lazzaro die Zehntklässler mit Besen, Stangen, Mülleimer oder Kisten ans Werk gingen und die Zuhörer den Beat in rhythmischem Klatschen aufnahmen. Zwei Theaterstücke „Alltag in der Schule“ und „The Wall“ nach dem gleichnamigen Stück von Pink Floyd überzeichneten den Schulalltag auf amüsante Weise und enthielten dabei doch immer ein Fünkchen Wahrheit. Eine Fotoshow mit Portraits der Schüler rundete mit Gitarrenuntermalung von Lehrer Thomas Schmitz das Programm ab.

Feierlich zu ging es bei der Zeugnisübergabe. So haben Ferhat Konosul und Hübra Aykoc die besten Abschlüsse erzielt. Geehrt wurde auch Melani Pintvalle, die unter den schwierigsten Bedingungen erfolgreich für ihren Abschluss gekämpft hatte. Die Klassenlehrer der vier Klassen übergaben die Zeugnisse mit sichtlichem Stolz. Lehrerin Gudrun Schürmann drückte es so aus: „Das ist meine Truppe!“

Winkend mit dem Lied „Adieu“ verabschiedeten sich die Schüler. Die Feier ging weiter mit Musik, Tanz und gemeinsamem Essen sowie persönlichen Präsenten der Schüler an ihre Lehrer, die sie vertrauensvoll mit viel Einsatz zum Ziel geführt haben.

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