Im Museumsfoyer:

DSDS-Sieger Mehrzad Marashi bei Charity-Abend

Lüdenscheid - So viele unterschiedliche und interessante Künstler wie am Samstag hatte das Museumsfoyer wohl selten an einem Abend gesehen. Bei der Charity-Veranstaltung zugunsten des Kinderhospizes „Balthasar“ in Olpe waren allein sieben Musik-Acts vertreten, darunter der DSDS-Gewinner von 2010, Mehrzad Marashi, als Top-Star.

Von Björn Othlinghaus

Darüber hinaus begeisterten die Cheerleader des LTV 1861 mit waghalsigen Choreographien und Hebefiguren, und auch das dreiköpfige Moderatorenteam hatte es in sich. Hier gaben sich die als Model, Gossip-Girl und Freundin von Marc Terenzi bekannt gewordene Mandy Gommlich, Mr. Italia 2011 Ciro Torlo sowie der Musiker Leo Fabbiani die Ehre. Sie alle verzichteten auf ihre Gage zugunsten des Kinderhospizes, an das auch sämtliche Einnahmen aus einer Tombola sowie aus dem Verkauf von Getränken und Essen an diesem Abend gingen.

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Charity-Event mit Mehrzad Marashi

Boten spektakuläre Darbietungen: die Cheerleader des LTV 1861.

Für den Einsatz aller Beteiligter, allen voran der beiden Initiatorinnen Antonella Di Cataldo und Antonella Aurelio sowie Ulrike Tütemann und Dorna Hatamlooy vom Museum bedankte sich im Rahmen ihrer Begrüßungsansprache Nicole Binnewitt vom Kinder- und Jugendhospiz „Balthasar“. Sie hatte darüber hinaus auch einen Film mitgebracht, der auf bewegende Weise das Leben in der Einrichtung dokumentierte, in der es immer wieder auch um Spaß und Freude geht, die die Kinder mit ihren Eltern, Freunden und Verwandten erleben, und nicht nur um das Trauern und Sterben. Weitere Grußworte richteten Museumsleiter Dr. Eckhard Trox sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer an die leider nicht so zahlreich wie erwartet erschienenen Zuschauer.

Für einen wahrhaft krachenden musikalischen Einstieg in den Abend sorgte der Sänger und Gitarrist Potlako Mokgadi mit seiner Band „TLAKOmania“. Der vielseitige Künstler leitet unter anderem auch eine Musikschule und ist in diesem Zusammenhang durch seine Trommel- und Percussion-Events bekannt. Auch wenn eine seiner E-Gitarren zunächst technische Probleme bereitete, lies er sich in seiner guten Laune nicht beirren und gab nach dem AC/DC-Opener „Highway to Hell“ auf perfekte Weise den Einheizer. Darüber hinaus präsentierte sich die Combo als Spezialist für fette Roots-Reggae-Stücke, die die Musiker auch am späteren Abend noch zum Besten gaben.

Nach den spektakulären Darbietungen der Cheerleader des LTV 1861 kamen zunächst überwiegend die Fans des Italo-Pop auf ihre Kosten. Daniele Cardaci, ein in Solingen lebender Italiener, überzeugte mit einigen lässigen Songs aus seinem ersten Album, das er derzeit produziert. Marco Musco, der aus Frankfurt angereist war, gab dagegen fetten Dancefloor-Pop in englischer Sprache zum Besten, coverte aber auch den Song „Stay“ von Rihanna. Tony Arca, der seine neue Single vorstellte, sowie Leo Fabbiani boten dagegen Italo-Pop, wie ihn auch viele Deutsche kennen und lieben. Dabei begnügte sich Fabbiani nicht nur damit, auf der Bühne zu singen, sondern ging auch ins Publikum und überzeugte vor allem die weiblichen Besucher mit seinem Charme.

Angelo Della Fera

Neben Mehrzad Marashi war schließlich ein weiterer Top-Act nach Lüdenscheid gekommen, der gerade Fans von 90er-Jahre Rap- und Hip-Hop-Klängen noch immer ein Begriff sein dürfte. Die Titel von A.K. S.W.I.F.T, allen voran „The Light in me“, wurden in den 90ern im Radio rauf und runter gespielt und funktionieren immer noch bestens, wie der Sänger unter Beweis stellte. Präsentierte sich A.K. S.W.I.F.T allerdings früher in seinen Videos als stilechter Rapper, steht nun eher die gute Stimmung im Vordergrund, der sich gerne auch jene Zuschauer hingaben, die mit Rap, Hip Hop und der dazugehörigen Kultur nur wenig bis nichts am Hut haben. Auch A.K. S.W.I.F.T war sofort bereit, bei der Benefiz-Veranstaltung mitzumachen, denn auch ihn, so der Sänger, gehe das Wohl von Kindern allgemein und seiner Kinder im Besonderen über alles.

Nach 23 Uhr kam dann der Star, auf den vor allem zahlreiche Kinder sehnsüchtig gewartet hatten. Mehrzad Marashi betrat die Bühne, die Technik streikte und hinter dem Mischpult setzte hektische Betriebsamkeit ein. Natürlich ließ sich Mehrzad durch die Probleme nicht aus der Ruhe bringen und versorgte einige Fans erst einmal mit Autogrammen. Danach präsentierte er, zunächst noch immer begleitet von Sound-Problemen, drei hörenswerte Songs seines neuen, ausschließlich aus selbst komponierten Tracks bestehenden Albums „Entfesselt und frei“, das am 31. Mai in den Handel kommen wird. „Soll es so sein“, „Schöner Tag“ und „Freiheit“ präsentierten sich locker, eingängig und intensiv und kamen bei den Fans bestens an. Insbesondere „Soll es so sein“, das Mehrzad mit 16 Jahren, also noch lange vor DSDS, verfasste, verfügt sicher über einiges Hit-Potential. Im Anschluss an seinen Auftritt nahm sich der Künstler ausgiebig Zeit für jeden einzelnen Fan und stand für Fotos zur Verfügung. Somit wurden an diesem Abend viele positive und glückliche Äußerungen über die bodenständige und freundliche Art von Mehrzad laut.

Insgesamt erlebten die Besucher unterhaltsame fünf Stunden Begleitprogrammzur Ausstellung „Wir hier!“ und leisteten zudem einen Beitrag für den guten Zweck.

 ‘ Ein Interview mit Mehrzad Marashi folgt in unserer Dienstag-Ausgabe.

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