Viele Lüdenscheider wechseln

LÜDENSCHEID - Die Zusatzbeiträge, die von einigen Krankenkassen erhoben werden, sorgen in Lüdenscheid für Bewegung auf dem Versicherungsmarkt. „Wir haben bundesweit rund fünf Prozent unserer Versicherten verloren.

Das ist auch ungefähr die Zahl, die man für Lüdenscheid annehmen muss“, sagt DAK-Chef Dirk Heppe im LN-Gespräch. Damit habe die DAK noch einen guten Stand, betont Heppe: „Andere Kassen mit Zusatzbeiträgen haben bis zu 20 Prozent verloren.“ In erster Linie hätten Personen mit geringem Einkommen die Kasse gewechselt, schildert der DAK-Leiter. Völlig offen sei derzeit, ob die DAK auch 2011 noch den Zusatzbeitrag von ihren Versicherten verlangen werde. „Denn dann soll der Beitrag zur Krankenversicherung ja ohnehin auf 15,5 Prozent steigen“, erinnert Heppe.

Über Versichertenzuwachs freut sich Tarek Zahran von der Barmer GEK. „Es hat schon vorab viele Anfragen gegeben, sowohl in den Filialen an der Schiller- und der Friedrichstraße als auch über Dritte, die bereits bei uns versichert sind“, berichtete Zahran. Zahlen seien momentan noch nicht verfügbar. „Aber wir haben durch den Zusatzbeitrag anderer Kassen ganz klar hinzugewonnen“, betont Zahran. Rund 7000 Lüdenscheider seien momentan bei der Barmer GEK versichert.

Die Techniker Krankenkasse verzeichnet seit Jahresbeginn in Lüdenscheid ein Plus von 270 Versicherten. „In ganz NRW haben wir bisher einen Zuwachs von 2,7 Prozent, das sind rund 50 000 Versicherte“, erklärt TK-Pressesprecher Christian Elspas. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr habe die Krankenkasse 0,7 Prozent hinzugewonnen. „Auch preisbewusste Besserverdiener orientieren sich neu“, sagt Elspas.

Rund 2600 Versicherte haben sich in diesen Jahr bisher bei der AOK Lüdenscheid neu angemeldet. „In dieser Zahl sind noch nicht die Jugendlichen enthalten, die jetzt eine Ausbildung begonnen haben“, zeigt sich Karl-Josef Steden, Pressesprecher der AOK Westfalen-Lippe, äußerst zufrieden. - cwi

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